Begadi BE-X Softshell Parka

Ich möchte euch in diesem Review den Softshell Parka von Begadi vorstellen. Der Parka gehört zur BE-X Bekleidungsreihe, also Begadis „Hausmarke“.

Zunächst einige „technische Eckdaten“ zum Produkt:

  • Material: Drailagenlaminat (Herstellerangabe)
  • Wassersäule min. 2500mm
  • Atmungsaktiv: MVP 5000g/qm/h
  • Farbe: verfügbar in OD, Tan und schwarz
  • Preis: 79,90€

Link zum Shop: http://www.begadishop.de/catalog/product_info.php?manufacturers_id=&products_id=7760

Diese Jacke wurde mir freundlicherweise von Begadi zur Verfügung gestellt, für dieses Review.

Ich habe sie nun einige Wochen testen können und habe einen Eindruck gewinnen können. Für ein wirkliches „in-use“Review ist es allerdings noch zu früh. Vielleicht komme ich dazu einfach nicht genug raus 😉

Die Softshell macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Farbe ist kräftig, es hängen keine losen Fäden herum, die Nähte sehen ordentlich aus und die Reißverschlüsse funktionieren. Was mir beim auspacken auffiel war ein war ein „chemischer“ Geruch, ich vermute vom Herstellungsprozess. Dieser verflog allerdings nach kurzer Zeit.

Das Material fasst sich sehr angenehm an und ist innen mit Fleece ausgelegt. Wie schon bei den Eckdaten erwähnt soll das material bis zu einer Wassersäule von 2500mm wasserabweisend sein und dabei atmungsaktiv.

Auf meinen Test dieser Eigenschaften gehe ich später noch ein.

Im Gegensatz zu den meisten Softshell Jacken, ist diese hier wesentlich länger geschnitten. Es ist ja auch ein „Softshell-Parka“.

Das Begadi Team hat sich bei diesem Softshell Parka einige Gedanken gemacht, wie man schnell erkennt.

Es werden mehrere Möglichkeiten geboten den Sitz der Jacke anzupassen. Sowohl im Saum, als auch in der Taille befinden sich elastische Schürzüge. Ein weitere Schnürzug ist in der Kapuze eingearbeitet.
Die Ärmelabschlüsse sind mittels eines Klettriegels einstellbar.

Einstellmöglichkeit am Saum

Weiterhin bietet der Softshell-Parka eine Vielzahl an Taschen, sieben an der Zahl. Zwei Napolentaschen im Brustbereich, zwei Taschen im unteren Bereich, zwei Oberarmtaschen und eine „Wilderertasche“ am unteren Rücken. Alle Taschen werden per Reißverschluss verschlossen.  An den Reißverschlüssen ist jeweils Schnur angebracht um sie auch mit Handschuhen besser öffnen zu können. Hier hätte man etwas sauberer Arbeiten können beim einfädeln, denn hätte man die Reißverschlüsse auch gleich „entklappert“. Das lässt sich aber leicht nachholen.  Die vorhandenen Taschen sind aber von der Größe ausreichend dimensioniert.

Wünschenswert wäre aus meiner Sicht auch eine Innentasche.

Napoleontaschen

Wilderertasche am Rücken

An der Kapuze ist vorn ein verstärktes Schild angebracht, wodurch die Kapuze in Form gehalten wird. Sie rutsch einem dadurch nicht direkt in die Augen. Durch den sehr hoch schließenden Frontreißverschluss, kann man bei schlechtem Wetter die Kapuze soweit zuziehen das nur noch die Augen zu sehen sind.

Leider lässt sich die Kapuze nicht einrollen oder anderweitig verstauen bei Nichtgebrauch, das wäre ein wünschenswertes Feature.

Kapuze mit Schild

Für Namensschilder und Patches bietet die Softshell reichlich Raum. An der Brust befindet sich beidseitig ein Klettstreifen und große Klettflächen auf den Oberarmtaschen. Die Qualität der Klettflächen scheint gut zu sein. Bei meiner Jacke sehen sie noch heute aus wie neu.

Zur Ventilation sind Unterarmreißverschlüsse vorhanden, die mit einem Netzgewebe hinterlegt sind. Auch im unteren Bereich der Jacke befinden sich seitlich Reißverschlüsse die zur Belüftung geöffnet werden können. Allerdings sind diese wohl eher zum besseren Zugriff auf ein am Koppel getragen Holster oder ähnliches gedacht. Leider reichen sie zumindest in meinem Fall nicht weit genug nach oben um diese Funktion gut zu erfüllen.

Unterarmreißverschluss mit Netzgewebe hinterlegt

Seitliche Öffnung

Als weiteres Feature sind kleine Reflektoren auf den Oberarmtaschen angebracht. Diese lassen sich offen oder verdeckt tragen, wie auf den Fotos erkennbar.

Ich habe die Jacke natürlich einigen Tests unterzogen, angefangen beim Regentest. Dieser fand, wie schon andere zuvor, in meiner Dusche statt. Draußen hat es ja leider nicht geregnet. So haben aber zumindest alle Bekleidungsteile gleiche Bedingungen im Test.

Der Softshell-Parka schlug sich gut bei dem Test und ließ erst nach etwa 7 min. Dauerdusche an der Schulternaht und der Rückennaht Wasser nach innen dringen (wie ihr bemerkt habe ich keine kosten und Mühen gescheut 😉 ). Da es sich um eine Softshell und keine Regenjacke handelt, finde ich das Ergebnis in Ordnung.

Auch die Atmungsaktivität habe ich einem kleinen Test unterzogen. Die Jacke wurde bei körperlicher Aktivität (Wanderung, Holz spalten und sogar einem kurzen Lauf) getragen, Außentemperatur ca. 10°C. Es kam dabei zu keinem Hitzestau, wie ich erwartet hatte. Es scheint also zu funktionieren.

Das Material ist auch ausreichend Windabweisend, wie ich bei Sturm an der Ostseeküste feststellen konnte.

Vom Tragekomfort ist die Jacke sehr angenehm. Der Sitz ist gut und die Größenangaben scheinen recht gut hinzukommen. Meine Jacke ist in der Größe L und passt gut und entsprechend anderer Jacken in L die ich habe. Da musste ich ja mit Begadi Klamotten auch schon andere Erfahrungen machen in der Vergangenheit.

An den recht langen Schnitt musste ich mich erst gewöhnen, ich trage sonst eher kürzere Jacken. Er hat aber auch seine Vorteile. Die Jacke rutscht nicht so schnell hoch, bei starkem Wind kommt dieser nicht von unten in die Jacke.

Die nicht verstaubare Kapuze stört mich etwas, da man sie immer im Nacken hängen hat wenn man den Reißverschluss mal bis oben schließt.

Bei Temperaturen ab 18-20° wird sie Jacke zu warm. Vor allem sicherlich durch das Fleecefutter. Aber ab 20° ist ja auch kein Softshellwetter mehr, da geht man kurzärmlig raus.

Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit die Jacke mal ein komplette Outdoor-Wochenende zu nutzen. Aber Tageweise hat sie mich begleitet.

Meine Jacke hat nun ihre dritte Wäsche hinter sich und sieht noch fast wie am ersten Tag aus. Normalerweise wasche ich Softshell nicht so oft in so kurzer zeit, aber für das Review wollte ich es halt wissen.

Den direkten Vergleich mit Softshell Jacken von 5.11 und Helikon braucht die BE-X Softshell nicht zu scheuen. Vor allem der Helikon Jacke ist sie von der Verarbeitung und der Haptik sehr ähnlich. Bei der 5.11 sind auf den ersten Blick die Nähte etwas sauberer gesetzt.

Es gibt Verbesserungspotential, wie ja auch schon im Text angesprochen.

Definitiv gibt es bessere Jacken was Verarbeitung und Material angeht, allerdings greift man denn auch wesentlich tiefer in die Tasche.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier. Für etwa 80€ bekommt man eine gute und solide Softshell, die gegenüber vielen anderen eine gewissen Mehrwert bietet. Es ist ja ein länger geschnittener Softshell-Parka.

Review by Baron

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Ein Gedanke zu „Begadi BE-X Softshell Parka

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