Begadi BE-X Softshell Parka

Ich möchte euch in diesem Review den Softshell Parka von Begadi vorstellen. Der Parka gehört zur BE-X Bekleidungsreihe, also Begadis „Hausmarke“.

Zunächst einige „technische Eckdaten“ zum Produkt:

  • Material: Drailagenlaminat (Herstellerangabe)
  • Wassersäule min. 2500mm
  • Atmungsaktiv: MVP 5000g/qm/h
  • Farbe: verfügbar in OD, Tan und schwarz
  • Preis: 79,90€

Link zum Shop: http://www.begadishop.de/catalog/product_info.php?manufacturers_id=&products_id=7760

Diese Jacke wurde mir freundlicherweise von Begadi zur Verfügung gestellt, für dieses Review.

Ich habe sie nun einige Wochen testen können und habe einen Eindruck gewinnen können. Für ein wirkliches „in-use“Review ist es allerdings noch zu früh. Vielleicht komme ich dazu einfach nicht genug raus 😉

Die Softshell macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Farbe ist kräftig, es hängen keine losen Fäden herum, die Nähte sehen ordentlich aus und die Reißverschlüsse funktionieren. Was mir beim auspacken auffiel war ein war ein „chemischer“ Geruch, ich vermute vom Herstellungsprozess. Dieser verflog allerdings nach kurzer Zeit.

Das Material fasst sich sehr angenehm an und ist innen mit Fleece ausgelegt. Wie schon bei den Eckdaten erwähnt soll das material bis zu einer Wassersäule von 2500mm wasserabweisend sein und dabei atmungsaktiv.

Auf meinen Test dieser Eigenschaften gehe ich später noch ein.

Im Gegensatz zu den meisten Softshell Jacken, ist diese hier wesentlich länger geschnitten. Es ist ja auch ein „Softshell-Parka“.

Das Begadi Team hat sich bei diesem Softshell Parka einige Gedanken gemacht, wie man schnell erkennt.

Es werden mehrere Möglichkeiten geboten den Sitz der Jacke anzupassen. Sowohl im Saum, als auch in der Taille befinden sich elastische Schürzüge. Ein weitere Schnürzug ist in der Kapuze eingearbeitet.
Die Ärmelabschlüsse sind mittels eines Klettriegels einstellbar.

Einstellmöglichkeit am Saum

Weiterhin bietet der Softshell-Parka eine Vielzahl an Taschen, sieben an der Zahl. Zwei Napolentaschen im Brustbereich, zwei Taschen im unteren Bereich, zwei Oberarmtaschen und eine „Wilderertasche“ am unteren Rücken. Alle Taschen werden per Reißverschluss verschlossen.  An den Reißverschlüssen ist jeweils Schnur angebracht um sie auch mit Handschuhen besser öffnen zu können. Hier hätte man etwas sauberer Arbeiten können beim einfädeln, denn hätte man die Reißverschlüsse auch gleich „entklappert“. Das lässt sich aber leicht nachholen.  Die vorhandenen Taschen sind aber von der Größe ausreichend dimensioniert.

Wünschenswert wäre aus meiner Sicht auch eine Innentasche.

Napoleontaschen

Wilderertasche am Rücken

An der Kapuze ist vorn ein verstärktes Schild angebracht, wodurch die Kapuze in Form gehalten wird. Sie rutsch einem dadurch nicht direkt in die Augen. Durch den sehr hoch schließenden Frontreißverschluss, kann man bei schlechtem Wetter die Kapuze soweit zuziehen das nur noch die Augen zu sehen sind.

Leider lässt sich die Kapuze nicht einrollen oder anderweitig verstauen bei Nichtgebrauch, das wäre ein wünschenswertes Feature.

Kapuze mit Schild

Für Namensschilder und Patches bietet die Softshell reichlich Raum. An der Brust befindet sich beidseitig ein Klettstreifen und große Klettflächen auf den Oberarmtaschen. Die Qualität der Klettflächen scheint gut zu sein. Bei meiner Jacke sehen sie noch heute aus wie neu.

Zur Ventilation sind Unterarmreißverschlüsse vorhanden, die mit einem Netzgewebe hinterlegt sind. Auch im unteren Bereich der Jacke befinden sich seitlich Reißverschlüsse die zur Belüftung geöffnet werden können. Allerdings sind diese wohl eher zum besseren Zugriff auf ein am Koppel getragen Holster oder ähnliches gedacht. Leider reichen sie zumindest in meinem Fall nicht weit genug nach oben um diese Funktion gut zu erfüllen.

Unterarmreißverschluss mit Netzgewebe hinterlegt

Seitliche Öffnung

Als weiteres Feature sind kleine Reflektoren auf den Oberarmtaschen angebracht. Diese lassen sich offen oder verdeckt tragen, wie auf den Fotos erkennbar.

Ich habe die Jacke natürlich einigen Tests unterzogen, angefangen beim Regentest. Dieser fand, wie schon andere zuvor, in meiner Dusche statt. Draußen hat es ja leider nicht geregnet. So haben aber zumindest alle Bekleidungsteile gleiche Bedingungen im Test.

Der Softshell-Parka schlug sich gut bei dem Test und ließ erst nach etwa 7 min. Dauerdusche an der Schulternaht und der Rückennaht Wasser nach innen dringen (wie ihr bemerkt habe ich keine kosten und Mühen gescheut 😉 ). Da es sich um eine Softshell und keine Regenjacke handelt, finde ich das Ergebnis in Ordnung.

Auch die Atmungsaktivität habe ich einem kleinen Test unterzogen. Die Jacke wurde bei körperlicher Aktivität (Wanderung, Holz spalten und sogar einem kurzen Lauf) getragen, Außentemperatur ca. 10°C. Es kam dabei zu keinem Hitzestau, wie ich erwartet hatte. Es scheint also zu funktionieren.

Das Material ist auch ausreichend Windabweisend, wie ich bei Sturm an der Ostseeküste feststellen konnte.

Vom Tragekomfort ist die Jacke sehr angenehm. Der Sitz ist gut und die Größenangaben scheinen recht gut hinzukommen. Meine Jacke ist in der Größe L und passt gut und entsprechend anderer Jacken in L die ich habe. Da musste ich ja mit Begadi Klamotten auch schon andere Erfahrungen machen in der Vergangenheit.

An den recht langen Schnitt musste ich mich erst gewöhnen, ich trage sonst eher kürzere Jacken. Er hat aber auch seine Vorteile. Die Jacke rutscht nicht so schnell hoch, bei starkem Wind kommt dieser nicht von unten in die Jacke.

Die nicht verstaubare Kapuze stört mich etwas, da man sie immer im Nacken hängen hat wenn man den Reißverschluss mal bis oben schließt.

Bei Temperaturen ab 18-20° wird sie Jacke zu warm. Vor allem sicherlich durch das Fleecefutter. Aber ab 20° ist ja auch kein Softshellwetter mehr, da geht man kurzärmlig raus.

Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit die Jacke mal ein komplette Outdoor-Wochenende zu nutzen. Aber Tageweise hat sie mich begleitet.

Meine Jacke hat nun ihre dritte Wäsche hinter sich und sieht noch fast wie am ersten Tag aus. Normalerweise wasche ich Softshell nicht so oft in so kurzer zeit, aber für das Review wollte ich es halt wissen.

Den direkten Vergleich mit Softshell Jacken von 5.11 und Helikon braucht die BE-X Softshell nicht zu scheuen. Vor allem der Helikon Jacke ist sie von der Verarbeitung und der Haptik sehr ähnlich. Bei der 5.11 sind auf den ersten Blick die Nähte etwas sauberer gesetzt.

Es gibt Verbesserungspotential, wie ja auch schon im Text angesprochen.

Definitiv gibt es bessere Jacken was Verarbeitung und Material angeht, allerdings greift man denn auch wesentlich tiefer in die Tasche.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier. Für etwa 80€ bekommt man eine gute und solide Softshell, die gegenüber vielen anderen eine gewissen Mehrwert bietet. Es ist ja ein länger geschnittener Softshell-Parka.

Review by Baron

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Blackhawk 3-Day Assault Pack

In diesem Review geht es um einen Rucksack, genauer eine 3-Day Pack. In diesem Fall das 3-Day Assault Pack von Blackhawk.

Der Rucksack ist nun schon viele Jahre in meinem Besitz und in regelmäßiger Nutzung. Daher wird es Zeit euch auch mal einen Erfahrungsbericht zu dem Rucksack zu präsentieren.


Zunächst einmal trocken die Daten:

Hersteller: Blackhawk Industries
Bezeichnung: 3-Day Assault Pack
Product No: 603DD00DE
Gewicht: ca. 1000g
Inhalt: ca. 37 ltr.
Größe: ~6″ x 13″ x 20″ (~15,3 x 33 x 50,8 cm)
Material: 1000D NyTaneon Nylon
Farbe: Coyote (auch in schwarz, OD, woddland erhältlich)
Preis: 110 – 150€



Der Rucksack ist, wie der Name schon vermuten lässt, als 3-Tages Rucksack ausgelegt. Das Rückenteil ist gepolstert und mit dem IVS cooling System ausgestattet. Das Zeigt sich an den Belüftungsrillen in der Oberfläche. Dadurch kann in gewissem Maße Luft zirkulieren. Ob das nun wirklich so super funktioniert ist in meinen Augen fraglich. Ich sehe eher den Vorteil in der Versteifung des Rückenteils.
Trotz der rahmenlosen Bauweise ist der Rucksack formstabil, aufgrund des stabilen Rückenteils. Wobei der nicht vorhandene Rahmen natürlich auch einen Gewichtsvorteil bedeutet.
Die Tragegurte sind breit, gut gepolstert und anatomisch geformt. Dadurch ist der Rucksack sehr angenehm zu tragen. Ein Brustgurt und ein abnehmbarer, gepolsterter Hüftgurt unterstützen den Tragekomfort. An den Schultergurten befinden sich D-Ringe und Schlaufen, zur Befestigung von weiterem Material, oder zur Führung eines Trikschlauchs.

Außen am Rucksack lassen sich mit Hilfe von Spannriemen weitere Ausrüstungsgegenstände anbringen. An der Unterseite befinden sich zwei Aufnahmen für Spanngurte, hier kann zum Beispiel ein Schlafsack oder eine Isomatte befestigt werden. Zum Lieferumfang gehören vier einfache Spanngurte in der Farbe des Rucksacks. Optional kann man noch ein Erweiterungspaket kaufen, dieses beinhaltet Seitentaschen und eine Schlafsacktasche die sich unter dem Rucksack befestigen lässt. Außerdem verfügt der Rucksack über einen stabilen Tragegriff oben. 
Von Außen hat man Zugang zu einer kleineren Fronttasche mit einem graden Reißverschluss, einem größeren Fach mit einem Rundbogen Reißverschluss und dem großen Hauptfach. Das Hauptfach wird ebenfalls mit einem Rundbogenreißverschluss verschlossen. So kann man es weit öffnen zum beladen. Alle Reißverschlüsse sind sehr robust ausgeführt und zur Geräuschtarnung mit Bändern an Stelle von Metallschließen zum Zuziehen versehen. 
Die Schnallen der Fastexverschlüsse sind in der Farbe des Rucksacks gehalten und mit dem Blackhawk Schriftzug versehen.
Das geräumige Hauptfach ist zum Rücken hin noch einmal abgeteilt. Hier befindet sich das Fach für ein Trinksystem. Vorgesehen für den 100oz. Behälter des HydraStorm Systems von Blackhawk, passt es auch für die Trinkblasen anderer Hersteller. Ich selbst verwende einen 3l Camelbak. Der Schlauch lässt sich oben aus Rucksack führen, hier ist extra eine Öffnung mit Abdeckung vorgesehen.

Persönliches Fazit

Der Rucksack bietet genügend Raum für das nötigste bei Tagestouren bis hin zu mehrtägigen Unternehmungen. Wobei es je nach Ziel und Witterung schon Eng werden kann wenn z.B. ein Schlafsack und dicke Kleidung mitgeführt werden sollen.

Bisher hat er mir stets gute Dienste geleistet. Ich nutze den Rucksack auch zivil des Öfteren, da er sich aufgrund des gepolsterten Rückteils und der bequemen Tragegurte auch gut dafür eignet etwas sperrige Einkäufe zu transportieren. Man kann diesen Rucksack also absolut als alltagstauglich bezeichnen.

Das Tragegefühl ist gut, auch mit schwereren Lasten kann man den Rucksack noch angenehm tragen. Die Gurte sind sehr gut einstellbar und lassen sich auch weit genug einstellen um auch über dicken Klamotten noch gut getragen zu werden. 
Die Verarbeitung ist sehr gut, ich konnte bisher keine Mängel feststellen. Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck, was für ein insgesamt gutes Erscheinungsbild des Rucksacks sorgt. 
Insgesamt bin ich zufrieden, was mit persönlich etwas fehlt sind die Möglichkeiten Molle Taschen zu befestigen, aber dafür gibt es ja andere Modelle. Darüber kann ich bislang noch gut hinwegsehen. Wie anfangs schon geschrieben ist der Rucksack nun schon seit über 6 Jahren in Nutzung bei mir und zeigt bisher keine Ausfallerscheinungen. 

Also aus meiner Sicht immer noch eine Kaufempfehlung für alle die einen robusten und vielseitig nutzbaren Rucksack suchen.


Alternativen

Eagle Industries A III Pack. Vom Aufbau fast identisch. Preislich in der gleichen Kategorie zu finden. 
Tactical tailor Three Day Pack. Mit Molle Schlaufen. Preislich in der gleichen Kategorie.
Eagle Industries MOLLE Style A-III Pack. Mit Molle Schlaufen. Preis bei etwa 150$

Es gibt sicher noch viele weitere Alternativen, der Markt für solche Rucksäcke ist sehr groß. Daher ist die Auswahl nur als beispielhaft zu verstehen, da die genannten Packs von den Abmessungen gut vergleichbar sind.

Review by baron

ICOM IC-F22SR und IC-F25SR PMR Funkgeräte

In diesem Review möchte ich über die ICOM Funkgeräte IC-F22SR und IC-F25SR und meine Erfahrungen mit den Geräten berichten. 
Es handelt sich bei beiden Geräten um PMR Handfunkgerät, robuste Modelle mit recht umfangreichem Funktionsumfang.
IC-F25SR (links) - IC-F22SR (rechts)ICOM ist ein japanischer Hersteller von Funkgeräten, bekannt besonders im Flug- und Marinefunkbereich. Aber auch im Amateurfunkbereich ist die Firma eine bekannte Größe. ICOM ist auch Gewinner von Ausschreibungen für aktuelle Funkgeräte der US Streitkräfte. Das aktuelle US Army Funkgerät F34G ist von ICOM. Aufgrund dieser Tatsache passt etliches an aktuellem US Kommunikationszubehör optimal an die ICOM Funkgeräte, auch an die hier Vorgestellten. Vieles hat passende Anschlüsse oder es gibt passende Adapter. Dazu aber später mehr.
Zunächst einmal die Daten zu den Geräten.
Beide sind im PMR 446 Bereich zu betreiben. Daher auf den 8 PMR Kanälen mit 0,5W Sendeleistung und fester Antenne. Beide Geräte haben auch die entsprechende Zulassung in Deutschland und anderen europäischen Ländern. 
Die 8 PMR Kanäle sind über einen Drehschalter auf der Oberseite einstellbar. Der Schalter hat 16 Stellungen, wobei 1-8 die PMR Kanäle 1-8 sind und 9-15 noch einmal die PMR Kanäle 1-7. Stellung 16 ist mit einem Suchlauf über alle Kanäle belegt. Warum nun die PMR Kanäle zweimal zur Auswahl haben? Das hat den Hintergrund das man die Kanäle mit unterschiedlichen CTCSS oder DTCSS Gruppencodes belegen kann. Damit hat man eine größere Auswahl zur Verfügung wenn sich mal mehr als acht Gruppen im Bereich befinden und jede Gruppe im Funk für sich bleiben will.
Es stehen 52 CTCSS und 83 DTCS Tonfrequenzen zur Verfügung. 
Eine besondere Funktion ist die Rückantwortfunktion. ICOM nennt das Smart-Ring. Dabei kann man von einem Gerät ein Signal aussenden und bekommt angezeigt ob das Signal am anderen Gerät empfangen wurde. So weiß man das sich die Gegenstelle noch in Reichweite befindet und eingeschaltet ist. Der Empfänger sieht das er Gerufen wurde, auch wenn er den Ruf verpasst haben sollte. Das Funktioniert nur unter ICOM Geräten soweit ich weiß.
Die Programmierung ist direkt am Gerät möglich, aber auch über eine PC Software mit einem passenden Interfacekabel. Die Programmierung am Gerät selber ist etwas mühsam, da man die Funktionen über Tastenkombinationen eingibt und bestätigt. Da man aber sein Funkgerät in der Regel nicht täglich neu programmiert ist diese Form der Bedienung absolut ausreichend. Außerdem besteht die Möglichkeit die Einstellungen von einem Gerät auf ein anderes zu „klonen“.
Die Geräte erfüllen die Anforderungen gemäß MIL-ST810 und IP54/55. Sind also wirklich sehr robust verarbeitet. Unten zusehen ist das innere des IC-F22SR. Man erkennt hier den Metallrahmen auf dem das Gerät aufgebaut. Auch der Kunststoff ist sehr schlagfest und robust. 
Auch vom Aussehen her heben sich die Geräte von den meisten anderen ab. Man sieht ihnen an das sie aus dem Profi-Sektor kommen. Das IC-F25SR ist dabei ein sehr aktuelles Gerät.
Das IC-F22SR wiegt mit dem Standard Akku 317g bei den Abmessungen 54x128x37 mm. 
Das IC-F25SR wiegt etwa 300g bei 53x195x38mm mit Antenne.
Der Anschluss von Zubehör ist über einen S-Standard (Doppelklinke) Anschluss möglich. Dabei unterscheiden sich die ICOM Geräte von Geräten anderer Hersteller dadurch, das auch Headsets bei denen sonst ein passender Widerstand eingelötet werden müsste (z.B. Bowman, MSA Sordin) ohne diese Modifikation funktionieren. Für mich war das der Grund mit ein ICOM Gerät zu kaufen, ich wollte nicht an meinem MSA Sordin Headset rum löten müssen.
Der ICOM Stecker, wie er an passendem Zubehör Verwendung findet. Hier in der abgewinkelten Version, mit Verschraubung.Hier erkennt man die Anschlussbuchse am IC-F25SR.
Alle technischen Details der Geräte hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, genaue Beschreibungen und technische Details sind aber leicht im Netz zu finden.
Zum Lieferumfang gehört neben dem Funkgeräte jeweils noch ein Akku, ein Gürtelclip, das Handbuch, und eine Abdeckung für die Zubehörbuchse. Außerdem wird jeweils eine Ladeschale mit passendem Netzteil mitgeliefert. Im Falles des IC-F25SR ist das sogar ein Schnelllader.
Der Akku lässt sich auch einzeln laden. Das ist vor allem praktisch wenn mehrere Akkus vorhanden sind. Man kann so das Gerät schon mit einem Akku nutzen und einen weiteren laden.
Damit kommen wir auch schon zu den Unterschieden zwischen dem IC-F22SR und dem IC-F25SR. 
Der Hauptsächliche Unterschied ist der verwendete Akku und die Betriebszeit. Das IC-F22SR wird mit Ni-Mh Akkus betrieben und erreicht mit dem Standard Akku (600 mAh) 8,5 Stunden Betriebszeit. Das IC-F25SR verwendet Li-Ion Akkus und wird mit einem 2000mAh Akku geliefert mit dem es bis zu 26,5 Stunden Betriebsbereit ist. Das ist schon mal ein gewaltiger Unterschied. Für beide Geräte stehen Akkus mit verschieden Größen zur Verfügung, außerdem gibt es für beide Funkgeräte auch eine Adapter in den sich Handelsübliche AA(IC-F22SR) bzw. AAA(IC-F25SR) Batterien einsetzen lassen. Eine gute Notfalllösung. Die Akkus der beiden Modelle sind nicht miteinander kompatibel. 
Links das IC-F25SR, rechts das IC-F22SR. Man erkennt unterschiedliche Form und Befestigung der Akkus. Außerdem ist beim IC-F25SR die Befestigung für den Clip am Funkgerät und nicht mehr am Akku.
Ein weiterer Unterschied, neben der etwas unterschiedlichen Bauform, ist die Option zur Sprachverschlüsselung beim IC F-25SR. Dazu kann man sich ein entsprechendes Modul kaufen und Nachrüsten. 
Hier ist die unterschiedliche Form der Bedienelemente erkennbar. Die Funktion ist allerdings bei beiden Geräten gleich.
Die Kanalwahlknöpfe der beiden Geräte.
Meine Erfahrungen mit den Geräten sind bisher durchweg gut. Ich besitze beide Geräte seit ein paar Jahren und habe sie schon unzählige Male genutzt. Einen Test der Reichweite habe ich auch gemacht, wobei so ein Versuch natürlich immer sehr differenziert zu bewerten ist. Aufgrund der vielen Faktoren die dabei eine Rolle spielen ist das Ergebnis nicht unbedingt verbindlich. Trotzdem möchte ich euch auch davon kurz berichten. Durchgeführt habe ich den Test an meinem Wohnort. In die eine Richtung dichter Wald, hügeliges Gelände. In die andere Richtung Stadt, dichte Bebauung. Beide Funkgeräte hatten volle Akkus, es war bewölkt aber trocken, 21:00Uhr an einem Dienstag. Entfernungen wurden per GPS bestimmt. Soviel zu den äußeren Bedingungen. 
Die Ergebnisse waren folgende. In Richtung des Waldes (Norden) 2,9km bei guter Verständigung in beide Richtungen. Zwischen Sender und Empfänger lag ein Mischwald mit Hügeln. In Richtung der Stadt (Süden und Südwest) 2,5-2,7km. In Richtung Nordost war die Reichweite am Besten, in dem Fall waren am wenigsten Hindernisse im Weg, nur einige Häuser und Bäume. Eine gute Verständigung war bis 3,6km möglich. Diese Ergebnisse sind natürlich nur eine Momentaufnahme, vermitteln aber schon eine gewissen Eindruck von der Leistung der Geräte. 
Bei Nutzung in bebautem Gelände oder dichten Wäldern kommen PMR Geräte immer schnell an ihre Grenzen. Das gilt nicht nur für diese ICOM Geräte.
Getestet habe ich auch die Bedienung und die Verwendung von Zubehör an den Geräten. Die Bedienung ist sehr einfach und auch mit Handschufen sehr gut möglich. Die wichtigen Funktionen lassen sich fast intuitiv verwenden, die Taster und Drehschalter reagieren präzise. Da es keine Tastensperre gibt hatte ich erst etwas Bedenken wegen der Drehknöpfe auf der Oberseite, aber diese Bedenken haben sich nicht bestätigt. Eine unbeabsichtigte Verstellung der Lautstärke oder des Kanals kam bisher nicht vor. 
An Zubehör habe ich ein umgebautes Bowman Headset, ein MSA Sordin Headset, ein Miniheadset mit Ohrstecker (unbekannter Hersteller), sowie ein abgesetztes Handmikro von ICOM getestet. Mit allen Headsets war die Verständigung klar und sehr gut. 
Auch andere aktuelle Headsets die bei den US Streitkräften verwendet werden können verwendet werden (z.B. Telex Stinger Headset), sowie eine riesige Auswahl an Headsets und Zubehör das am Markt verfügbar ist. ICOM selbst bietet schon eine breite Palette an Zubehör an, vom Akku über Kfz Ladeadapter bis zu Handsets.
Hier eine Auswahl an Zubehör.
Wie weiter oben bereits erwähnt war der Hauptgrund für den Kauf einen ICOM Gerätes die Verwendung mit meinem Sordin Headset, da bei dem Headset ein passender Adapter für ICOM dabei war. Der Stecker passt zwar auch an andere Geräte z.B. Midland G7, dabei ist aber die Funktion nicht gegeben. Es wäre ein Umbau nötig gewesen den ich mir so erspart habe. Die Anschaffung der ICOM Geräte habe ich aber in keinster Weise bereut, es sind wirklich gute Geräte. Ich hatte ja vorher schon eine ganze Weile nach PMR Geräten für mich gesucht und mir einige angesehen. Im Vergleich schneiden sie sehr gut. Nicht zuletzt wegen dem guten Preis-Leistungsverhältnis.
Die ICOM Geräte passen z.B. sehr gut in die Small Radio Pouch von Tactical Tailor und andere kleine Funkgerätetaschen. 
Die Neupreise für ein IC-F22SR liegen momentan bei 130 – 150€. Ein IC-F25SR bekommt man ab 170€. 
Ich kann sowohl das IC-F22SR, als auch das IC-F25SR empfehlen. Für das F25SR spricht vor allem die länger Akkulaufzeit, das F22SR ist dafür aber etwas günstiger zu bekommen. Beide Modelle bekommt man teilweise auch gebraucht, hier empfiehlt sich der Blick in das große online Auktionshaus. Der Vergleich mit internationalen Angeboten kann sich dabei lohnen.
Review by baron

Streamlight Sidewinder

In diesem Review geht es um das Thema „Licht“, genauer um eine Taschenlampe. Die Streamlight Sidewinder.

Sicher ist das gute Stück einigen bekannt oder man hat es schon mal gesehen.

Zunächst wie üblich einige Daten.

Bezeichnung:    Sreamlight Sidewinder
Hersteller:         Streamlight
Typ:                  LED Taschenlampe, mehrfarbig
Material:            Kunststoffgehäuse mit Metalclip
Abmessungen:  11,8 x 4,5 x 2,2 cm
Gewicht:             ca. 135g inkl. AA Batterien
Gehäusefarbe:   coyote oder od
Batterien:           AA
Lichtfarben:       weiß, rot, blau, IR (jeweils in mehreren Lichstärken)
Preis:                50-80€

Link zum Hersteller: http://www.streamlight.com/product/product.aspx?pid=168

Die Streamlight Sidewinder ist ein echtes Multitalent, wenn man das bei einer Taschenlampe so sagen kann.

Durch die verschieden Lichtfarben,  in diesem Fall weiß, blau, rot und IR (es gibt auch noch andere Versionen), ist sie sehr vielseitig und in den unterschiedlichsten  Situationen einsetzbar.

Dazu macht sie noch einen robusten Eindruck, der auch durch die Herstellerangaben untermauert wird. Das Gehäuse ist Stoßfest und Spritzwassergeschützt

Als erstes fällt einem das kompakte und durch die Struktur sehr griffige Gehäuse mit dem Schwenkbaren Lampenkopf auf. Dazu ein großer schwarzer Drehschalter.

Im Lampenkopf sieht man die verschiedenen LED, für jede Farbe eine. Bei der weißen LED kommt noch ein Reflektor hinzu.

Der Lampenkopf ist um 185° schwenkbar und kann so auch gut eingestellt werden wenn man die Lampe irgendwo anbringt oder abstellt um einen Bereich auszuleuchten.

Die Farbauswahl erfolgt über den Drehschalter. Dabei ist die Einstellung auch zu ertasten und lässt sich mit Handschuhen sehr gut bedienen. Der Farbwechsel kann auch bei eingeschalteter Lampe erfolgen.

Eingeschaltet wird dir Lampe über den Druckknopf der sich auf dem Drehschalter befindet. Auch dieser ist sehr gut mit Handschuhen bedienbar.

Hier kommt nun schon eine sehr praktische Funktion der Sidewinder zum Vorschein. Die Lampe startet immer in der niedrigsten Lichtstuffe. Man muss also keine Angst haben beim ersten Drücken gleich ein Flutlicht in der Hand zu haben. Das gilt für alle Lichtfarben.
Hält man den Schalter gedrückt wird die Lichtstärke Stufenweise erhöht, nach Erreichen der hellsten Stufe wieder verringert. Insgesamt stehen 4 Lichtstärken zur Verfügung.

Drückt man den Knopf zweimal kurz hintereinander, gelangt man in den Stroboskopmodus (bei allen LED Farben möglich).

Zu den einzelnen LED sagt der Hersteller:

C4®-LED-Technologie, weiß, stoßfest mit einer Lebensdauer von 50.000 Stunden
Infrarote 5 mm-LED – maximale Ausgangsleistung bei 880 nm Wellenlänge, stoßfest mit einer Lebensdauer von 100.000 Stunden
Rote 5 mm-LED – maximale Ausgangsleistung bei 630 nm Wellenlänge, stoßfest mit einer Lebensdauer von 100.000 Stunden
Blaue 5 mm-LED – maximale Ausgangsleistung bei 470 nm Wellenlänge, stoßfest mit einer Lebensdauer von 100.000 Stunden
Grüne 5 mm-LED – maximale Ausgangsleistung bei 527 nm Wellenlänge, stoßfest mit einer Lebensdauer von 100.000 Stunden

Die Ausleuchtung ist auf jeden Fall recht gleichmäßig bei allen Farben. Bei weißem Licht hat man auf der höchsten Stufe schon eine gute Reichweite.

Ein weiterer praktischer Punkt ist die Energieversorgung über normale AA Batterien, natürlich können auch AA Akkus verwendet werden. Dadurch hat man eine hohe Verfügbarkeit der Batterien, AA Batterien bekommt man ja quasi überall für kleines Geld.

Das Batteriefach befindet sich im Lampenkörper und ist über einen verschraubten Verschluss von unten zugänglich. Der Deckel ist an der Lampe über ein Drahtseil gesichert und kann so nicht verloren gehen. Das Prinzip kennt man z.B. auch vom MS2000 Distress Marker.

Außen am Gehäuse ist die Polung zu erkennen, in diesem Fall erhaben angebracht, so dass man auch hier notfalls ertasten kann wie die Batterien einzusetzen sind. Auch ein Punkt an dem man erkennt das die Lampe für den Outdoor-Gebrauch konzipiert wurde und sich die Entwickler einige Gedanken gemacht haben.

Am Gehäuse angebracht ist ein Metalclip um die Lampe am Gürtel, Molle-Schlaufen oder wo auch immer anbringen zu können. Der Clip ist angeschraubt und kann an beiden Gehäuseseiten angebracht werden. Dadurch kann man die Lampe an der Ausrüstung befestigen und hat die Hände frei.

Löcher um eine Fangschnur anbringen zu können sind ebenfalls vorhanden.

Hier ein Größenvergleich mit dem MS2000 Distress Marker.

Alles in allem eine wirklich gute Taschenlampe für den Outdooreinsatz. Einfach in der Handhabung, vielseitig einsetzbar, robust und kompakt.

Ich kann die Streamlight Sidewinder empfehlen und nutze meine sehr gern. Ein Kauf den ich bisher nicht bereut habe.

Sie passt in jede Jackentasche und ist durch den Clip auch leicht an der Ausrüstung anzubringen.

Die Batterien halten gefühlt ewig. Laut Hersteller ist das natürlich von der verwendeten Lichtstärke und Farbe abhängig. Bei weißem Licht werden 100 Stunden bei kleinster bis 5,5 Stunden bei hellster Stufe angegeben. Bei IR und rot sollen auch über 200 Stunden Dauerbeleuchtung drin sein.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die sehr eckige Form. Dadurch ist sie in der Hosentasche nicht so angenehm zu tragen.

Allerdings hat die Form auch Vorteile. Man kann die Lampe hinlegen und sie rollt nicht weg. Dadurch wird es auch noch mal erleichtert das Licht auf einen bestimmten Berich zu lenken.

Für die Streamlight Sidewinder wird eine Helmbefestigung als Zubehör angeboten. An dieser wird die Lampe über den Metalclip befestigt. Weiterhin einen Rail Adapter.

Außerdem gibt es eine kleine Version der Lampe, die Sidewinder Compact. Der Lampenkopf ist dabei quasi identisch, aber der Lampenkörper mit den AA Batterien fällt weg. Hier wird nur eine CR123 Batterie verwendet.

Die Streamlight Sidewinder ist in diversen Online-Shops in Deutschand erhältlich. Auch ein Blick ins Ausland kann sich unter umständen lohnen.

Jetboil PCS – „Personal Cooking System“

Heute geht es um die Outdoorküche, in diesem Fall einen Gaskocher.  Den Jetboil PCS (Personal Cooking System).

Warum nun „Cooking System“? Weil es sich bim Jetboil PCS nicht nur um einen einfachen Gaskocher handelt, sondern um ein System, das gleich den Topf mit enthält. Kocher und Gaskartusche lassen sich zum Transport im Topf verstauen.

Zunächst einmal einige Daten.

Bezeichnung: Jetboil PCS

Hersteller: Jetboil

Gewicht: 425g

Abmessungen: 104 x 180mm

Inhalt: 1L

Brennstoff: Gas (Schraubkartuschen)

Preis: 69 – 99€

Link zum Hersteller.

Ich habe mir den Jetboil eher zufällig gekauft, im Rahmen eines Sonderangebotes. Da ich gern neues ausprobiere, bekam der Kocher eine Chance.

Das Konzept einen Kocher in dem passenden Topf zu verstauen ist nicht neu. In diesem Fall aber gut umgesetzt. Die Gaskartusche wird angeschraubt am Kocher in den Topf geschoben und der Topf oben mit dem Deckel verschlossen. Dadurch lässt sich der komplette Kocher recht kompakt verstauen.  Hier liegt ein Vorteil des Systems, aber auch ein Nachteil, darauf gehe ich später noch ein.

Wie schon erwähnt wird als Brennstoff Gas verwendet. Hier können die handelsüblichen Schraubkartuschen in verschieden Größen verwendet werden.  Damit ist eine gute Verfügbarkeit des Brennstoffs gewährleistet, da diese Gaskartuschen weit verbreitet sind, auch im Ausland.

Um den Kocher mit der Kartusche im Topf verstauen zu können, sollte man die 110g Kartuschen verwenden. Größere Kartuschen funktionieren auch, lassen sich aber aufgrund der Abmessungen nicht im Topf verstauen.

Der Kocher ist mit einem Piezo-Zünder ausgestattet.

Der Hersteller wirbt mit einer hohen Effizienz und einer sehr schnellen Kochleistung. Erreicht werden soll das unter anderem durch den unten am Topf angebrachten, gewellten Ring (Jetboil nennt das FluxRing®). Dieser sorgt für eine bessere Temperaturübertragung an den Topf.

Um das System einsatzbereit zu machen sind nur wenige Schritte erforderlich. Der Kocher mit der angeschraubten Kartusche wird aus dem Topf entnommen, der untere Deckel vom Topf entfernt. Nun kann der Topf auf den Koche aufgesetzt und arretiert werden.  Damit ist der Jetboil schon einsatzbereit. Natürlich muss nun noch das Wasser eingefüllt werden und der Deckel wieder auf den Topf aufgesetzt. Der Kocher wird nach öffnen des Gasventils über den Piezo-Zünder gestartet.

Da der Topf mit einer Neoprenhülle und einem Griff versehen ist, kann der Kocher sogar im Betrieb angefasst und an einen anderen Platz gestellt werden.
Im ersten Moment kam mir der Kocher mit seinem charakteristischen Fauchen recht laut vor. Bei direktem Vergleich mit anderen Gaskochern ist er aber nicht lauter.

Da der Hersteller mit der hohen Geschwindigkeit beim Kochen wirbt, habe ich das natürlich gleich als erstes getestet.
Dazu habe ich einen halben Liter kaltes Leitungswasser in den Topf gefüllt, dabei sind die im Topf angebrachten Markierungen hilfreich, und nach dem Zünden die Zeit gestoppt. Das Wasser kochte nach unter 2 Minuten.

Das entspricht tatsächlich der Herstellerangabe und ist schon beeindruckend, verglichen mit anderen Kochern die ich kenne. Ich denke der Deckel auf dem Topf unterstützt natürlich, aber das System mit dem Ring zur Temperaturübertragung scheint zu funktionieren.
Nun kommt wieder der Neoprenmantel um den Topf zur Geltung. Man kann das Wasser sofort weiter nutzen, da man den Topf direkt anfassen kann ohne sich die Finger zu verbrennen. Das direkte Trinken aus dem Topf ist allerdings nicht wirklich zu empfehlen, da der Metallrand doch recht warm an den Lippen sein kann. Das kann sich wohl jeder selbst ausmalen.

Der untere Deckel soll wohl auch als Becher dienen können. Allerdings ist das wohl eher eine Notlösung. Um daraus zu Trinken ist der Rand etwas ungünstig geformt. Da verlasse ich mich eher auf meinen Faltbecher, oder den großen Tatanka Becher.  Der Vollständigkeit halber erwähne ich die Möglichkeit hier aber.

Beim Gasverbrauch ist der Jetboil erstaunlich sparsam. Ich habe leider keine Auswertung wieviel Liter Wasser sich mit einer Gaskartusche zum Kochen bringen lassen, aber vom Gefühl her hält die Kartusche Länger als bei meinem MSR Multifuel und dem Primus MicroStove Ti.

Wie der Name „Personal Cooking System“ schon vermuten lässt, handelt es sich um einen Kocher für den Persönlichen Gebrauch. Das System ist also entsprechend für eine Person dimensioniert. Dafür ist der Inhalt von etwa einem Liter auch absolut ausreichend. Um schnell ein warmes Getränk für sich und ein paar Kameraden zu Kochen ist der Jetboil allerdings auch bestens geeignet. Vor allem aufgrund der Geschwindigkeit beim Kochen, lassen sich schnell einige Tassen Kaffe zubereiten.

Das Packmaß entspricht etwa einer 1L Trinkflasche, wobei der Durchmesser etwas größer ist. Es gibt schon entsprechende Transporttaschen. Da sich der Kocher und die Kartusche im Topf befinden hat man keine Einzeltele rumfliegen im Rucksack, auch ein Löffel lässt sich außen am Topf befestigen.

Beim verstauen des Kochers im Topf, nach dem Kochen, sollte man darauf achten den Topf vorher abzutrocknen und die Kartusche vom anhaftenden Waldboden zu befreien. Ansonsten hat man den vor dem nächsten Einsatz schon im Topf. Ich umwickle die Gaskartuschen am unteren Rand mit einer Lage Klebeband. Dadurch wird zum einen die Beschichtung im Topf geschont und es kann nichts klappern. Man verhindert so aber auch ein Rosten der Kartusche, falls sich noch Feuchtigkeit im Topf befindet beim einpacken.

Ich habe den Jetboil bisher hauptsächlich zum Kochen von Wasser verwendet. Dafür ist er auf jden Fall sehr gut. Auch Suppen lassen sich sehr gut im Topf erhitzen. Auch Eier ließen sich sehr gut im Jetboil kochen.

Bei festeren Gerichten, wie z.B. Ravioli, zeigt sich das die starke Kochleistung nicht nur Vorteile hat. Hier muss man schon etwas am Gasventil dosieren und gut umrühren, da es sonst anbrennen kann.

Da man auf den Durchmesser des Topfes beschränkt ist, lassen sich auch verschlossenen Dosen von Fertiggerichten (z.B. EPA) nicht so ohne weiteres Erhitzen. Auch ein normaler Topf lässt sich nicht ohne weiteres auf dem Jetboil Kocher nutzen. Dafür gibt es von Jetboil allerdings auch eine Lösung. Für das System gibt es einen Aufsatz, der anstelle des Topfes auf den Kocher gesetzt wird. Durch diesen sogenannten „Pan Support“ können normale Töpfe (auch Teile von Kochgeschirren) direkt auf dem Jetboll Kocher genutzt werden.

Weiterhin gibt es eine Bratpfanne, die wie der Topf direkt auf dem Kocher befestigt wird und auch über den schon angesprochenen Ring zur Temperaturübertragung verfügt. Zusätzlich sind auch größere Systeme mit größeren Töpfen verfügbar. Damit lässt sich denn für eine ganze Gruppe Kochen.

Ein anderes interessantes Zubehörteil ist ein Einsatz durch den man den Jetboil direkt zur Kaffeemaschine machen kann. Dabei wird ein Filtersieb eingesetzt. Für die Kaffeeliebhaben sicher eine gute Alternative zum Instantkaffee.

Mein Fazit zum Jetboil. Ich setzte ihn sehr gern ein und kann mit den Einschränkungen die das System hat gut leben. Für mich überwiegen die Vorteile. Er hat mir bisher sehr gute Dienste geleistet. Es gibt definitiv kleinere und leichtere Systeme, dabei muss denn wieder ein extra Topf mitgeführt werden. Hier muss jeder nach seinem Einsatzzweck und den persönlichen Präferenzen entscheiden.
Auf jeden Fall kann ich den Jetboil PCS empfehlen, er hält was er verspricht. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Zu diesem Review werden wir in Kürze noch eine Ergänzung bringen. Einen Vergleich verschiedener Kocher im Einsatz. Dabei wird auch der Jetboil vertreten sein.

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Update August 2012

Hier nun das erste Update zum Review.

Der oben erwähnte Pan Support und Stabilisator konnte sich im Outdooreinsatz bewähren und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Jetpoil mit Pan Support

Wie oben erkennbar besteht der Pan Support aus zwei Teilen. Zum einen ein Fuß, den man unten an der Gaskartusche befestigt, sowie dem Aufsatz der den Jetboil mit normalen Töpfen kompatibel macht.

Der orange Fuß „Stabilisator“, aus Kunststoff, kann natürlich auch ohne den Topfaufsatz genutzt werden, zusammen mit dem normalen Jetboil Topf. Das ist vor allem praktisch um dem ansonsten etwas Kopflastigen System mehr Standfestigkeit zu verleihen. Grad auf unebenem Untergrund eine echte Verbesserung. Er erfüllt damit also genau die zugedachte Funktion.

Fuß des Pan Support mit normalem Jetboil Topf

Der Topfaufsatz selbst ist aus Metall und wird anstelle des Jetboil Topfes auf dem Brenner befestigt. Die Befestigung erfolgt genau wie beim Topf. Zum betrieb faltet man die vier Füße die den normalen Topf oder Teil des Kochgeschirrs halten sollen aus. Topf drauf stellen und es kann losgehen.

Auch mit normalen Töpfen ist der Jetboil sehr schnell, allerdings nicht ganz so schnell wie mit dem speziellen Jetboil Topf. Es ist allerdings Praktisch nun auch eine Bratpfanne oder einen größeren Topf nutzen zu können.

Zum verpacken und transportieren kann der Fuß zusammengefaltet und oben im Brenner untergebracht werden. Der Topfaufsatz wird zwischen Gaskartusche und Brenner untergebracht, wie auf dem Foto zu sehen. So verpackt passt alles zusammen in den Jetboil Topf und nimmt keinen zusätzlichen Platz im Rucksack ein. Der Topfaufsatz kann auch bei gebrauch des Jetboil Topfes an seinem Transportplatz bleiben, ohne die Funktion des Systems zu beeinträchtigen. Auch hier hat sich der Hersteller Gedanken gemacht, wie man sieht. Der Stabilisator wiegt etwa 27g, der Topfaufsatz 35g. Beides zusammen bringt also nicht wirklich viel Zusatzgewicht.

Fertig zum Verpacken

komplett verpackt im Jetboil Topf

Das durchdachte Jetboil System wird durch diese Ergänzung noch besser und vielseitiger nutzbar. Von meiner Seite her auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für jeden Jetboil Nutzer.

Preislich liegt das Set bei etwa 20€, die aber gut angelegt sind. Zwischenzeitlich ist der Stabilisator wohl auch in schwarz anstelle von orange zu bekommen.

review by baron

Helikon-Tex SFU Trousers

Hier geht es mal wieder um ein Kleidungsstück, in diesem Fall eine Hose.

Genauer die SFU (Special Forces Uniform) Trousers von Helikon Tex.

Jeder braucht sie, jeder trägt sie, aber man denket oft nur wenig darüber nach welche Hose man denn nun nimmt. Was soll sie bieten, was erwartet man? Nun, das muss natürlich jeder für sich entscheiden.      

Ich möchte an dieser Stelle nur vorstellen was die SFU Hose von Helikon zu bieten hat und wie sie sich im Gebrauch schlägt. 

Beginnen wir wieder mit den Daten.

Material: NYCO Ripstop 50% Baumwolle 50% Nylon. (auch in Twill Material erhältlich)

Farbe: in diese Fall Camogrom, es sind aber wietere Farben in diesem Schnitt verfügbar (OD, tan, schwarz, woodland, desert..)

Taschen:

-2x hinten (mit Klett)

-2x große Oberschenkeltaschen (mit Klett)

-2x Stecktaschen vorn (offenes, flaches Design)

-2x kleine Stecktaschen vorn

-1x Taschen auf dem rechten Bein, unten

Knopfleiste vorn, verstärkte Knie, Einschübe für Knieschoner, Verstellbar am Bund.

Hersteller: Helikon-Tex (Polen)

http://www.helikon-tex.com/

Die Helikon Scecial Forces Uniform Hose ist bequem geschnitten, die Größenangabe stimmt mit den Erwartungen überein. Da scheint man sich also an Standards zu halten. 

Was einem Anfangs auffällt ist die etwas feste Griffigkeit des Materials. Da scheint eine Beschichtung aufgebracht zu sein. Es zeigte sich auch ein leichtes abperlen von Wasser. Von Wasserabweisend zu sprechen wäre aber übertrieben.

Dieser Effekt war auch nach zwei Wäschen noch erkennbar.

Die Taschen sind durchdacht angebracht. die Ausführung der vorderen Taschen als tiefe Stecktaschen, recht eng anliegend, ist praktisch. Es fällt nicht so schnell etwas auf der Tasche. Auch die kleineren Stecktaschen vorn sind Praktisch. Hier lässt sich sehr gut ein Klappmesser unterbringen, von der Größe passt aber auch mehr rein, wie auf dem Foto zu sehen.

Bei den Cargotaschen ist die Anordnung so, das man auch bei vollenTaschen nicht auf dem Inhalt sitzt.

Gut gemacht sind auch die recht großen Gesäßtaschen, die mit Klett verschlossen werden.

Einzig die kleinen Tasche am rechten Unterschenkel finde ich nicht wirklich praktikabel. ich habe da nicht gern was rum schlackern, aber das ist sicher Geschmacksache. Auf dieser Tasche befinden sich noch Schlaufen. Dort lassen sich z.B. Knicklichter unterbringen.

Die Verarbeitung wirkt robust und es waren keine losen Fadenenden vorhanden bei der Hose im Neuzustand. Bisher hat sich auch noch nichts gelöst. 

Die Möglichkeit Knieschoner einzuschieben habe ich noch nicht genutzt. Diese würden von unten in den doppelten beriech über dem Knie eingeschoben werden.

Da meine Hose im Muster Camogrom ist, möchte ich auch dazu noch ein paar Worte sagen. Camogrom ist eine Abwandlung des bekannten Multicam von Crye. Die Ähnlichkeit ist auch nicht zu übersehen. Beim direkten Vergleich sind Unterschiede feststellbar, auf den schnellen Blick sieht es nur der Kenner. Im Camogrom Muster von Helikon ist der Schriftzug „CAMOGROM“ eingearbeitet.

Die Farbechtheit ist nicht schlecht. Beim Waschen bleicht die Hose zuerst ein wenig nach. Aber nicht so stak das man von einem auswaschen, oder ausfärben sprechen könnte. Wie das nach 20 oder 30 Waschgängen aussieht muss sich noch zeigen.

Ich habe die Hose bei Outdooraktivitäten und beim Fahrradfahren getragen, bei Sonne und Regen. Das hat sie sehr gut mitgemacht und ich denke das sie auch eine Weile durchhalten wird.

Verglichen mit anderen Hosen dieses Stiels schneidet sie nicht schlecht ab. Natürlich gibt es besser verarbeitete Hosen, aber auch zu einem deutlich höheren Preis. Im direkten Vergleich schneidet eine 5.11 Hose bei der Verarbeitung besser ab. Allerdings hat die auch eine andere Zielgruppe.

Die Helikon SFU ist zwischen 30 und 40€ zu bekommen. Was für eine Hose dieser Art und Qualität ein guter Preis ist. 

Von mir gibt es eine Kaufempfehlung. Wer eine günsige Hose in einem Multicam Muster sucht, der kann bei der Camogrom SFU zuschlagen. Aber auch wer eine einfarbige, robuste Outdoorhose sucht ist mit der SFU gut bedient.
Die Verarbeitung ist auf jeden Fall besser als bei den meisten Chinakopien solcher Hosen.

review by baron

Palladium „Pataugas“ French Canvas Boots (Military Version)

Da ich immer wieder auf diese Stiefel angesprochen werde, dachte ich mir das ein Review mit ein wenig allgemeiner Aufklärung dazu wohl nicht ganz verkehrt sein könnte.

Ich persönlich glaube das man diese  Stiefel oder „Boots“ hierzulande sehr unterschätzt, was wohl auf die mangelnde Bekanntheit zurückzuführen ist. Aber dazu später mehr.

Zunächst ein wenig zum Hintergrund

DER NAME:

Diese Art Stiefel findet man in diversen Variationen sowie unter verschiedensten Bezeichnungen/Schreibweisen und Namen. Im engl. oft einfach nur  „FRENCH CANVAS BOOTS“, genannt, findet man ihn sonst auch unter „RANGERS TOILE“, „PALLADIUMS“ (bei Palladium heißt der Boot PAMPA) und „COMMANDO BOOT“ bis hin zu dem im französischen wohl geläufigsten Namen „PATAUGAS“.

Betrachtet man sich die Historie des Stiefels ist dies auch nicht so ganz verwunderlich. Das Design existiert in seiner Grundform immerhin schon seit 1950 und wurde im Laufe der Jahre von diversen Herstellern, sowohl im zivilen als auch militärischen Bereich, verwendet und kopiert.

Dabei bedeutet „PATAUGAS“ im französischen lediglich soviel wie „Bergstiefel“. Vermutlich ist die umgangsprachliche Bezeichnung vom Schuhhersteller gleichen Namens abzuleiten, denn die Firma PATAUGAS gilt als der Erfinder und ist zusammen mit PALLADIUM und WISSART wohl der bekannteste Hersteller.

HISTORIE:

Das „Neue“ an diesem Design, war damals, dass eine robuste Gummisohle direkt mit dem Oberschuh verschmolzen wurde. Dies sollte den Schuh besonders robust machen.  In der Tat wurden die leichten und robusten Pataugas bei Wanderern und andern frühen „Outdoor“ Enthusiasten schnell sehr beliebt. In den 50er Jahren wurde er zunächst von der französischen Fremdenlegion und später auch der restlichen Armee verwendet.  Pataugas fanden im Indochina- und Algerienkrieg sowie den Dschungeln der franz. Kolonien in Übersee Einsatz und sind auch heute noch Ausrüstungbestandteil der französischen Armee.

PERSÖNLICHE ERFAHRUNG:
Mir begegnete dieser Boot erstmalig in den 80er Jahren. Damals erlebten die Leinenboots aus Frankreich eine kleine Renaissance. Ich hatte damals zwar noch keine Ahnung von Historie und Hintergrund, stellte jedoch schnell fest dass diese ( ich hatte „No Name“) Boots besonders an heissen Tagen extrem angenehm zu tragen und auch stabil genug für Outdooraktivitäten waren. Also doch mehr als nur ein „Fashion-Ding“ ?!
Dieses erste Paar war dann fast 8 Jahre lang immer wieder im Gebrauch, bis es dann aus Materialermüdung eines Tages die „Segel strich“. Damals, noch zu internetlosen Zeiten, konnte ich leider keinen Ersatz  finden und wusste auch gar nicht so wirklich wo und wie ich suchen sollte, bzw. ob es solche Boots überhaupt noch gab.

So gingen Jahre ins Land, mit Dutzenden von anderen Treckingschuhen und Stiefeln, aber immer wieder erinnerte ich mich vor allem in heissen Sommern oder in den Tropen an die Leinenboots von „Damals“. 😉
Mehr durch Zufall stieß ich dann 1999 in Frankreich (wen wundert´s) auf ein Paar PALLADIUMS. Nun hatte ich endlich einen Markennamen und wurde neugierig was dahinter steckte. Erst jetzt erschloss sich mir, das „meine Boots“ die Kopie eines auch im Militär verwendeten Schuhs für heisse und tropische Klimate gewesen sind. Auch die israelische Armee verwendete diesen Schuh.  Man kann daher auch heute noch Pataugas als „Commando Boots“ aus israelischer Herstellung bekommen.
Seit dieser Zeit habe ich nun einige Modelle besessen und „erprobt“. Sowohl für den beruflich/privaten Gebrauch als auch für Outdoor und Airsoft. Einige habe ich nun wieder seit 8 Jahren im Gebrauch ohne wirklich nennenswerte Abnutzungserscheinungen. Was ich schon erstaunlich finde
Für Urlaube oder berufliche Reisen in den Süden bzw. immer wenn´s heiss wird, ist seitdem mindestens immer ein Paar mit dabei und ich wollte sie auch nicht mehr missen.
Zivile und Armee Variante im Vergleich
Besonders die letze mir bekannte Armee Variante, die ich hier näher Vorstellen und Vergleichen möchte, habe ich dabei in den letzten Jahren schon einigen Stress- und Härtetests unterzogen.


FAKTEN:
Bei der mir bekannten Militärversion (Hersteller: PHOENIX PALLADIUM) handelt es sich um einen 8 Loch High Boot. Damit ist er höher als die älteren (6 Loch) Versionen, stabilisiert somit aber auch besser. Beim Aussenmaterial handelt es sich um robustes imprägniertes Leinen mit Inneseitiger Beschichtung. Die Fersen sind zur besseren Stablisierung doppelt genäht. Die in einem Stück gefertigte, mit dem Leinen verschweißte Sohle besteht aus hochwiderstandsfähigem Gummi und ist mit dem groben jedoch effektiven, klassischen „Palladium“-Profil versehen (Siehe Bild).

 
Palladium PROFIL

Andere Hersteller können u. Umständen auch andere Profile verwenden.
AIGLE PROFIL

Im Normalfall haben „Pataugas“ eine leichte Innensohle aus einem sehr groben Leinen/Bast-Material. Diese ist herausnehmbar und kann durch jede andere handelsübliche Innensohle ersetzt werden. In den 50er/60er Jahren dienten große gummierte Logos auf Höhe der Knöchel gleichzeitig als Schutz für die Knöchel. Bei meiner Variante sind diese zwar nicht zu finden, mit der 2010er  Kollektion von Palladium tauchen diese aber bei den Zivil-Modellen wieder auf.

Die Militärversion macht vom Obermaterial augenscheinlich einen etwas robusteren und steiferen Eindruck als die aktuellen „zivilen“ Verwandten, ist aber auch ein wenig unsauberer verarbeitet, was sich jedoch bisher nicht negativ bemerkbar machte.
Insgesamt ist der Stiefel trotz der reinen Verwendung von Leinen als Obermaterial, erstaunlich stabil. Andere vergleichbare Konzepte z.B. der schwerere US Jungle Boot von ALTAMA (siehe Bildvergleich) verwenden hier viel Leder. Gerade diese Materialwahl macht aber, aufgrund der besonders guten Ventilations-Eigenschaften bei insgesamt geringem Gewicht, den hohen Tragekompfort der Pataugas aus.

Der Stiefel selbst ist sehr angenehm und bequem zu tragen, auch auf langen Strecken und bei hohen Temperaturen. Selbst bei schwierigen Strecken im Gebirge machte er bisher immer eine ausgesprochen gute Figur. Ich habe ihn auf mehreren Bergtouren, bei sengender Hitze, harten Geröllstrecken und scharfkantigem Gestein (u.a. eine Besteigung des Olymp bei über 40° Grad Aussentemperatur) eingesetzt. Auch Airsoftspiele in felsigen Regionen Griechenlands aber auch in Deutschland hat er immer mit Bravour bestanden. Zumindest die Armeevariante übersteht auch einen Regenschauer problemlos.

Ich denke das ich auf eine recht gute Auswahl entsprechender Vergleichsmöglichkeiten  zurückgreifen kann, entscheide mich aber im Sommer (je wärmer es wird) meistens wieder für den „Pataugas“. Für heisse und trockene Klimate ist der Pataugas meiner Ansicht nach ideal.
SAWTOOTH,ALTAMA,DESERT FOX, PATAUGAS

PREISE:

Hinzu kommt das die Stiefel recht günstig zu bekommen sind. Meine habe ich für 20,-EUR auf  Ebay.fr erstanden. Die zivile, 6 Loch Variante gibt es für ca. 50,- EUR

TIPP:

Wie bei vielen Stiefeln empfiehlt sich beim Pataugas unbedingt, immer eine Nummer Größer zu kaufen als die eigene normale Schuhgröße. Das gilt sowohl für die Armeeversion wie für die zivilen Varianten.

KOPIEN:

In den letzen Jahren sieht man in diversen Army-Shops immer wieder Kopien des Pataugas in olive mit schwarzer Sohle. Oft wird er dort als Kommando Boot bezeichnet. Diese asiatischen Kopien sind wirklich nicht mit Originalen zu vergleichen. Der Gummi ist wesentlich härter und nicht so flexibel, das Obermaterial dünner und starrer als bei allen Varianten die ich bisher kennengelernt habe. Ich würde daher jedem empfehlen die  ca. 20,- € mehr in ein Original zu investieren.

By Hornblower 2011

(Nachtrag 31.8.11)
PALLDIUM GOES HOLLYWOOD
In „I´M LEGEND“ trägt übrigens auch Will Smith ein Paar Palladiums 😉
I´m Legend

Globetrotter Lunch „Hühnervolleipulver“

 

Ein gutes Frühstück ist auch draußen in freier Natur eine feine Sache. Vorallem bei längeren Aufenthalten ist man für jede Abwechslung im Speiseplan dankbar.

Wer sich nicht mit MRE´s oder EPAs und andern Equivalenten aus dem militärischen Bereich begnügen möchte kann auf eine Vielzahl von Outdoor Travel Mahlzeiten zurückgreifen. Persönlich bin ich inzwischen dazu übergegangen mir meine Tagesrationen aus einer Vielzahl (u.a der oben aufgeführten) Komponenten selber zusammen zu stellen.
Dies spart Platz und Gewicht weil man nur das mit sich trägt was man wirklich mag und braucht.

Eier sind nun mal von Natur aus eine recht fragile Sache und daher auch nicht so wirklich für den Outdooreinsatz geeignet. Wer aber dennoch nicht auf ein kräftiges Rührei am Morgen verzichten möchte, der kann zum Beispiel auf das Volleipulver, welches „Globetrotter“ unter „Trecking-Mahlzeiten“ vertreibt, zurückgreifen.


DATEN:

Hersteller:
Katadyn Deutschland GmbH Trekking-Mahlzeiten Nordendstr. 76
D-64546 Mörfelden-Walldorf

Gewicht: 200g
Nährwert: 2.605 Kj/100g
Hinweis: Ohne Konservierungsstoffe
Preis: 5,25 EUR
Haltbarkeit: Keine Angabe

(Laut Packungsangabe ist der Inhalt vergleichbar mir 16 Eiern.)

PRAXISTEST:

Leider findet sich auf der Packung selbst kein Zubereitungshinweis. Daher sollte ein kurzer Blick ins Internet vorab helfen. Aber auch hier war nur folgendes zu finden: „Einfach ins heiße, nicht mehr kochende Wasser einrühren, ca. 5 Minuten ziehen lassen, fertig.“
Also auch hier keine Angaben über Mengenverhältnisse etc.

Packungsangaben

Nun denn, da wir mehrere Personen waren, haben wir dann mal Versucht eine eigene Mischung zu fabrizieren.
Die Packung lässt sich ohne Hilfsmittel einfach an den vorgesehenen Laschen einreißen. Was an der Verpackung allerdings wiederverschliessbar sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.

Packung

Globetrotter Angabe auf der Webpage:
„Das leckere Globelunch gibt es jetzt im praktischen, wiederverschließbaren Standbeutel. Ideal wenn es auf abwechslungsreiche Zutaten und schmackhafte Gerichte, sowie geringes Volumen und Gewicht ankommt.“

Wie auch immer, da wir uns mit dem Gedanken an ein in heissem Wasser eingerührtes Ei nicht so recht anfreunden konnten, beschlossen wir die Zubereitung zu ändern.

Die Hälfte des Packungsinhaltes (ca. 100 gr.) wurde mit ca. 0,5 L Wasser aufgossen und nach einer Wartezeit von etwa 8 Minuten und ein wenig Rühren, nahm das dehydrierte Pulver eine sämige Konsistenz an das ungefähr mit einem Omlettteig vergleichbar wäre.

Dies wurde dann in die vorbereite Non-Stick Pfanne gegeben und gebraten. Mit ein wenig Wenden und Schieben sah das Ganze schnell wie ein normales Rührei aus und roch auch sehr vielversprechend.

Ein wenig Salz dazu und auf ging´s zum Geschmackstest.

Geschmacklich waren wir im Team übereinstimmend der Meinung dass das Ergebnis nicht von einem originären Ei zu unterscheiden und beispielsweise völlig vergleichbar mit den angebotenen Rühreiern diverser Fastfoodketten ist.

Mit unserer oben angegeben „Mischung“ haben ca. 2 volle Pfannen (25cm) „produziert“, was eine völlig aussreichende Menge für 4-5 Personen darstellte.

FAZIT:

Geschmacklich einwandfrei, ist dies eine gelungene Alternative für den Outdoor-Einsatz und lohnt die Anschaffung. Wenn man seine Mischung gefunden hat, kann man so eine tolle Ergänzung zum üblichen Trecking-Meal Einerlei zaubern. Mit 5,25 erscheint der Preis auf Anhieb recht hoch. Vergleichbar kosten 16 Eier jedoch auch ca. 3,60 € . Geht man aber davon aus das man diese gar nicht transportieren könnte finde ich den Aufpreis von ca. 1,65 EUR durchaus vertretbar. Für ein Frühstück in der Gruppe auf jeden Fall ein Gewinn

Vorteile:
– Geringes Gewicht, solide Verpackung
– Recht einfache Zubereitung . (Wenn man mal weiß wie!)
– Guter Geschmack

Nachteile:
-Für Einzelpersonen zu große Füllmenge (ein wirklich wieder verschliessbarer Beutel wäre in der Tat sinnvoll)
-Fehlende Zubereitungsangaben auf der Packung
-Fehlende Angaben über Haltbarkeit nach Öffnen der Verpackung

by Hornblower 2011

McNett OP Drops – Antibeschlagmittel

Und wieder ein Review zu einem kleinen, nützlichen Stück Ausrüstung.

Ein Antibeschlagmittel für Brillen und optische Geräte. Die OP Drops von McNett.

Nicht nur Brillenträgen kennen das Problem beschlagender Gläser beim betreten warmer Räume in der kalten Jahreszeit. Auch bei Sonnenbrillen,Schutzbrillen, Ferngläsern, Zielfernrohren und anderen Optiken führen Temperaturschwankungen schnell zum Beschlagen. 

Vor dem Problem stand ich auch schon des öfteren und habe mich daher nach einem Antibeschlagmittel umgesehen. Eher zufällig bin ich bei meiner Suche auf die OP Drops von McNett gestoßen, da sie in Deutschland nicht sehr verbreitet waren zum damaligen Zeitpunkt.

Hersteller versprechen ja gern viel, mit großen Worten und tollen Fotos. Das ist bei McNett nicht anders. Aber ich bin doch neugierig genug geworden um das Mittel zu testen.

Bestellt habe ich sie mir in den USA, allerdings im Rahmen einer größeren Bestellung anderer Sachen. Bei einem Preis von unter 6$ konnte ich nicht nein sagen.

OP Drops sind auch bei der US Armee in Verwendung und daher auch mit einer NSN Nummer versehen (NSN: 6850-01-526-3487).

Die OP Drops kamen in einer eher unspektakulären Verpackung. Eine Plastiktüte mit aufgedrucktem Label und Anwendungshinweisen auf der Rückseite. Enthalten war ein Beutel aus Microfasermaterial und die kleine Flasche mit dem Mittel selbst. Beides durch eine Schnur miteinander verbunden. Flasche und Beutel sind in „taktischem“ coyote brown gehalten.

Der Beutel dient sowohl zur Aufbewahrung der Flasche, als auch als Reinigungstuch. Ansich keine schlechte Idee, man spart sich ein extra Tuch dabei zu haben. 

Die Flasche enthält 37ml des Mittels. Im ersten Moment klingt das nach recht wenig, aber das Mittel ist sehr ergiebig. So hält das Fläschchen auch bei regelmäßiger Anwendung sehr lange.

Die Anwendung ist denkbar einfach. Man reinigt die Oberfläche vor der Anwendung, trägt das Mittel auf und poliert es mit dem Beutel/Tuch aus. Eine Anleitung findet sich auch noch mal hinter auf der Flasche.

Das Ergebnis ist im ersten Augenblick wie erwartet. Eine saubere Brille. 

Aber interessant wird es ja erst wenn es zu einer Situation kommt in der die Brille beschlagen würde. Denn in dem Moment tut sie das nicht. Das Mittel wirkt also.

Meiner Erfahrung nach wirkt es sogar erstaunlich gut. Selbst bei eine recht eng anliegenden Schutzbrille kommt es nicht mehr zum Anlaufen bei körperlicher Anstrengung.

Ich nutze das Mittel bei meinen Brillen, Sonnenbrillen, Schutzbrillen und Ferngläsern schon seit längerem und bin sehr zufrieden.

Der Effekt hält nach der Anwendung unterschiedlich lange an. Das hängt vor allem mit der Anwendung der Brille oder Optik zusammen, aber auch mit der Umgebung und dem Material. Bei starker Staubanlagerung lässt die Wirkung schneller nach, auch Fingerabdrücke sind eher nachteilig. Aber das ist ja auch zu erwarten. Ein Mittelwert lässt sich nur schwer nennen, da es viele Faktoren gibt. Gefühlt funktioniert es aber sehr lange.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall gut. In Deutschland sind die OP Drops für 6,95€ (bei First-Fox gesehen) zu bekommen und man erhält ein Mittel das wirkt.

Daher gibt es von mir eine Empfehlung für die OP Drops. Ein nützliches Stück Ausrüstung das man aufgrund des geringen Platzbedarfs auch gut mitführen kann.

Der Vollständigkeit halber hier noch der Link zur Website des Herstellers.

http://www.mcnett.com/Op-Drops-Anti-Fog-Lens-Cleaning-System-P127.aspx

(by baron)

CRKT Triumph N.E.C.K.

In diesem Review möchte ich euch einen schon lange treuen Begleiter vorstellen.
Die Überschrift hat schon einiges verraten, denn es geht hier heute um das CRKT Triumph N.E.C.K.

Vorab ein paar Eckdaten zu diesem Messer:
Hersteller: CRKT (Columbia River Knife & Tool®)
Material: Kohlenstoffstahl ( 3Cr13)
Griff: Wahlweise mit Paracord (schwarz EDP-beschichtete Ausführung) oder in schlichtem Satin
Etui/Scheide: Kydex

Abmessungen:
Klingenlänge: 7,0 cm
Gesamtlänge: 16,5 cm
Gewicht: 80 g

Nutzungsbereich: Outdoorbereich, Notfallmesser, Survival-Kit, Alltag
Preis: ~ 36,00€ bis 50,00€ (Je nach Anbieter und Ausführung)
Bezugsquelle: In meinem Fall http://www.messer-wagner.de

Ein paar Impressionen:

Grund für das Review ist folgender gewesen:
In den letzten Monaten ist es mir auf diversen Air Soft Spielen und Lehrgängen aufgefallen, dass Personen mit den übelsten Rambo Macheten bzw. fast schon Schwertern an ihrer Ausrüstung herumlaufe.
Fakt ist aber, dass diese Geräte i.d.R. mehr hinderlich sind als alles andere und ich der Masse unterstelle damit auch nicht umgehen zu können.

Eins noch vorweg: Ich bin kein Messer Gott, treibe mich nicht übermäßig in einschlägigen Foren herum oder habe Verbindungen zu einer Firma. Ich will euch hier meine Erfahrungswerte mit diesem Messer mitgeben und dem ein oder anderen eventuell die Richtung weisen.

Erster Eindruck:
Klein, schlicht, schön.
Das sind drei Worte, die dieses Messer sehr gut beschreiben. Im Erscheinungsbild ist es definitiv in der Kategorie „unauffällig“ einzuordnen.
Das Paracord ist perfekt eingefädelt und gebunden, die Klinge optimal geschliffen und die schwarze EPD-Beschichtung sehr gut gelungen.
Die Tanto Klinge verleiht dem Messer etwas sehr militärisches, ist aber in keinster Weise hinderlich.

Allgemeines zum Messer:
CRKT hat mit diesem Messer einen Artikel auf den Markt gebracht, der im Bereich Militär, Survival, Outdoor, Rettungs- und Behörden Gebrauch finden kann.
N.E.C.K. steht in diesem Fall für „No-nonsense Emergency Compact Knife“ – warum, werden wir später genauer beleuchten.
Die Ganz-stahl Bauweise verleiht dem Messer einen hohen Widerstandswert bei Arbeiten jedweder Art.
Auch das Design ist mehr als nur einmal durchdacht.
Bei der Scheide setzt CRKT bei vielen Messern auf das bewährte Kydex Material, da es auf lange Sicht einfach besser hält und einfacher zu pflegen ist als etwa Leder oder Cordura.
Die Kydex Scheide ist individuell anpassbar und somit wird das Messer sowohl für Links als auch für Rechtshänder nutzbar!

Erster „Einsatz“
Zum ersten mal kam das Messer bei mir vor nunmehr gut 2 Jahren zum Einsatz. Das ist auch der Grund warum ihr auf den Bildern kein Fabrikneues Gerät zu sehen bekommt. Es ist seitdem im mehr oder weniger täglichem Gebrauch.
Es handelte sich dabei um eine Durchschlage-Übung über knapp 100km mit allem was dazu gehört.
Während der Übung fand das N.E.C.K. in nahezu jeder erdenklichen Situation seinen Einsatz und unterstrich damit für mich nur noch einmal mehr seine Daseins Berechtigung.

Was kann das Messer?
In erster Linie muss ein Messer für mich gut in der Hand liegen.
Das ist hier definitiv gegeben. Die ergonomische Form des Griffes in Verbindung mit dem Paracord sorgen dafür, dass sich das N.E.C.K. sozusagen mit der Hand „verbindet“. Auch die anti-rutsch Eigenschaften sind hervorragend.
Mit der Klinge lassen sich problemlos Fleisch, Fisch, Stoff, Hölzer bis zu 4cm Durchmesser, Paracord….usw. Schneiden.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass mein Modell bereits über 2 Jahre alt ist, seitdem ständig genutzt wurde, noch NICHT zum nach schärfen gekommen ist (denn das lasse ich lieber von einem Fachmann machen).
Auch jetzt ist die Klinge durchaus in der Lage präzise Schnitte zu leisten und zuverlässig zu arbeiten.

Das Messer kann bequem am Gürtel Geführt werden, denn die Kydex Scheide verfügt über einen Gürtel-Schnell-Verschluss, sowie über Öffnungen (verdeckte Trageweise). Auch ist es möglich über den Neckholder von CRKT das Messer mit der Scheide wie einen Schulter Holster zu tragen um das Low Profile noch weiter auszubauen. Der Gürtel-Schnellverschluss wird dazu einfach mittels eines Kreuzschraubendrehers entfernt.

In Notfallsituationen bietet das Paracord am Handgriff die letzte Reserve und seien wir mal ehrlich: Wie oft haben wir uns schon gewünscht noch ein kleines bisschen Paracord am Start zu haben?!
Ich möchte es nicht mehr missen, zumal es eine willkommene Abwechslung zu den Paracord Armbändern ist.

Abschließend möchte ich nun folgendes sagen:
Der Bereich der Outdoor Messer ist weit gehalten. Jeder mag da auch seine persönlichen Vorlieben einfließen lassen, jedoch sollte man sich im Punkt Verwendung darüber im klaren sein das ein großes Messer auch viel Kraft kostet (Sei es nun bei der Arbeit oder selbst das bloße Tragen).
Das CRKT N.E.C.K. vereint die Vorteile eines modernen Kampfmessers was die Möglichkeit der Führung angeht mit den Notwendigkeiten eines Rettungsmessers (Augenmerk auf die Klingenform und die Möglichkeit Gurte oder ähnliches aufzutrennen) zusammen in einem gut nutzbarem Gegenstand, der in meiner Ausrüstung nicht mehr fehlen wird.

Bei weiteren Fragen stehe ich euch selbstverständlich gerne zur Verfügung.

( by Jimmy)