Begadi BE-X Softshell Parka

Ich möchte euch in diesem Review den Softshell Parka von Begadi vorstellen. Der Parka gehört zur BE-X Bekleidungsreihe, also Begadis „Hausmarke“.

Zunächst einige „technische Eckdaten“ zum Produkt:

  • Material: Drailagenlaminat (Herstellerangabe)
  • Wassersäule min. 2500mm
  • Atmungsaktiv: MVP 5000g/qm/h
  • Farbe: verfügbar in OD, Tan und schwarz
  • Preis: 79,90€

Link zum Shop: http://www.begadishop.de/catalog/product_info.php?manufacturers_id=&products_id=7760

Diese Jacke wurde mir freundlicherweise von Begadi zur Verfügung gestellt, für dieses Review.

Ich habe sie nun einige Wochen testen können und habe einen Eindruck gewinnen können. Für ein wirkliches „in-use“Review ist es allerdings noch zu früh. Vielleicht komme ich dazu einfach nicht genug raus 😉

Die Softshell macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Farbe ist kräftig, es hängen keine losen Fäden herum, die Nähte sehen ordentlich aus und die Reißverschlüsse funktionieren. Was mir beim auspacken auffiel war ein war ein „chemischer“ Geruch, ich vermute vom Herstellungsprozess. Dieser verflog allerdings nach kurzer Zeit.

Das Material fasst sich sehr angenehm an und ist innen mit Fleece ausgelegt. Wie schon bei den Eckdaten erwähnt soll das material bis zu einer Wassersäule von 2500mm wasserabweisend sein und dabei atmungsaktiv.

Auf meinen Test dieser Eigenschaften gehe ich später noch ein.

Im Gegensatz zu den meisten Softshell Jacken, ist diese hier wesentlich länger geschnitten. Es ist ja auch ein „Softshell-Parka“.

Das Begadi Team hat sich bei diesem Softshell Parka einige Gedanken gemacht, wie man schnell erkennt.

Es werden mehrere Möglichkeiten geboten den Sitz der Jacke anzupassen. Sowohl im Saum, als auch in der Taille befinden sich elastische Schürzüge. Ein weitere Schnürzug ist in der Kapuze eingearbeitet.
Die Ärmelabschlüsse sind mittels eines Klettriegels einstellbar.

Einstellmöglichkeit am Saum

Weiterhin bietet der Softshell-Parka eine Vielzahl an Taschen, sieben an der Zahl. Zwei Napolentaschen im Brustbereich, zwei Taschen im unteren Bereich, zwei Oberarmtaschen und eine „Wilderertasche“ am unteren Rücken. Alle Taschen werden per Reißverschluss verschlossen.  An den Reißverschlüssen ist jeweils Schnur angebracht um sie auch mit Handschuhen besser öffnen zu können. Hier hätte man etwas sauberer Arbeiten können beim einfädeln, denn hätte man die Reißverschlüsse auch gleich „entklappert“. Das lässt sich aber leicht nachholen.  Die vorhandenen Taschen sind aber von der Größe ausreichend dimensioniert.

Wünschenswert wäre aus meiner Sicht auch eine Innentasche.

Napoleontaschen

Wilderertasche am Rücken

An der Kapuze ist vorn ein verstärktes Schild angebracht, wodurch die Kapuze in Form gehalten wird. Sie rutsch einem dadurch nicht direkt in die Augen. Durch den sehr hoch schließenden Frontreißverschluss, kann man bei schlechtem Wetter die Kapuze soweit zuziehen das nur noch die Augen zu sehen sind.

Leider lässt sich die Kapuze nicht einrollen oder anderweitig verstauen bei Nichtgebrauch, das wäre ein wünschenswertes Feature.

Kapuze mit Schild

Für Namensschilder und Patches bietet die Softshell reichlich Raum. An der Brust befindet sich beidseitig ein Klettstreifen und große Klettflächen auf den Oberarmtaschen. Die Qualität der Klettflächen scheint gut zu sein. Bei meiner Jacke sehen sie noch heute aus wie neu.

Zur Ventilation sind Unterarmreißverschlüsse vorhanden, die mit einem Netzgewebe hinterlegt sind. Auch im unteren Bereich der Jacke befinden sich seitlich Reißverschlüsse die zur Belüftung geöffnet werden können. Allerdings sind diese wohl eher zum besseren Zugriff auf ein am Koppel getragen Holster oder ähnliches gedacht. Leider reichen sie zumindest in meinem Fall nicht weit genug nach oben um diese Funktion gut zu erfüllen.

Unterarmreißverschluss mit Netzgewebe hinterlegt

Seitliche Öffnung

Als weiteres Feature sind kleine Reflektoren auf den Oberarmtaschen angebracht. Diese lassen sich offen oder verdeckt tragen, wie auf den Fotos erkennbar.

Ich habe die Jacke natürlich einigen Tests unterzogen, angefangen beim Regentest. Dieser fand, wie schon andere zuvor, in meiner Dusche statt. Draußen hat es ja leider nicht geregnet. So haben aber zumindest alle Bekleidungsteile gleiche Bedingungen im Test.

Der Softshell-Parka schlug sich gut bei dem Test und ließ erst nach etwa 7 min. Dauerdusche an der Schulternaht und der Rückennaht Wasser nach innen dringen (wie ihr bemerkt habe ich keine kosten und Mühen gescheut 😉 ). Da es sich um eine Softshell und keine Regenjacke handelt, finde ich das Ergebnis in Ordnung.

Auch die Atmungsaktivität habe ich einem kleinen Test unterzogen. Die Jacke wurde bei körperlicher Aktivität (Wanderung, Holz spalten und sogar einem kurzen Lauf) getragen, Außentemperatur ca. 10°C. Es kam dabei zu keinem Hitzestau, wie ich erwartet hatte. Es scheint also zu funktionieren.

Das Material ist auch ausreichend Windabweisend, wie ich bei Sturm an der Ostseeküste feststellen konnte.

Vom Tragekomfort ist die Jacke sehr angenehm. Der Sitz ist gut und die Größenangaben scheinen recht gut hinzukommen. Meine Jacke ist in der Größe L und passt gut und entsprechend anderer Jacken in L die ich habe. Da musste ich ja mit Begadi Klamotten auch schon andere Erfahrungen machen in der Vergangenheit.

An den recht langen Schnitt musste ich mich erst gewöhnen, ich trage sonst eher kürzere Jacken. Er hat aber auch seine Vorteile. Die Jacke rutscht nicht so schnell hoch, bei starkem Wind kommt dieser nicht von unten in die Jacke.

Die nicht verstaubare Kapuze stört mich etwas, da man sie immer im Nacken hängen hat wenn man den Reißverschluss mal bis oben schließt.

Bei Temperaturen ab 18-20° wird sie Jacke zu warm. Vor allem sicherlich durch das Fleecefutter. Aber ab 20° ist ja auch kein Softshellwetter mehr, da geht man kurzärmlig raus.

Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit die Jacke mal ein komplette Outdoor-Wochenende zu nutzen. Aber Tageweise hat sie mich begleitet.

Meine Jacke hat nun ihre dritte Wäsche hinter sich und sieht noch fast wie am ersten Tag aus. Normalerweise wasche ich Softshell nicht so oft in so kurzer zeit, aber für das Review wollte ich es halt wissen.

Den direkten Vergleich mit Softshell Jacken von 5.11 und Helikon braucht die BE-X Softshell nicht zu scheuen. Vor allem der Helikon Jacke ist sie von der Verarbeitung und der Haptik sehr ähnlich. Bei der 5.11 sind auf den ersten Blick die Nähte etwas sauberer gesetzt.

Es gibt Verbesserungspotential, wie ja auch schon im Text angesprochen.

Definitiv gibt es bessere Jacken was Verarbeitung und Material angeht, allerdings greift man denn auch wesentlich tiefer in die Tasche.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier. Für etwa 80€ bekommt man eine gute und solide Softshell, die gegenüber vielen anderen eine gewissen Mehrwert bietet. Es ist ja ein länger geschnittener Softshell-Parka.

Review by Baron

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Helikon-Tex SFU Trousers

Hier geht es mal wieder um ein Kleidungsstück, in diesem Fall eine Hose.

Genauer die SFU (Special Forces Uniform) Trousers von Helikon Tex.

Jeder braucht sie, jeder trägt sie, aber man denket oft nur wenig darüber nach welche Hose man denn nun nimmt. Was soll sie bieten, was erwartet man? Nun, das muss natürlich jeder für sich entscheiden.      

Ich möchte an dieser Stelle nur vorstellen was die SFU Hose von Helikon zu bieten hat und wie sie sich im Gebrauch schlägt. 

Beginnen wir wieder mit den Daten.

Material: NYCO Ripstop 50% Baumwolle 50% Nylon. (auch in Twill Material erhältlich)

Farbe: in diese Fall Camogrom, es sind aber wietere Farben in diesem Schnitt verfügbar (OD, tan, schwarz, woodland, desert..)

Taschen:

-2x hinten (mit Klett)

-2x große Oberschenkeltaschen (mit Klett)

-2x Stecktaschen vorn (offenes, flaches Design)

-2x kleine Stecktaschen vorn

-1x Taschen auf dem rechten Bein, unten

Knopfleiste vorn, verstärkte Knie, Einschübe für Knieschoner, Verstellbar am Bund.

Hersteller: Helikon-Tex (Polen)

http://www.helikon-tex.com/

Die Helikon Scecial Forces Uniform Hose ist bequem geschnitten, die Größenangabe stimmt mit den Erwartungen überein. Da scheint man sich also an Standards zu halten. 

Was einem Anfangs auffällt ist die etwas feste Griffigkeit des Materials. Da scheint eine Beschichtung aufgebracht zu sein. Es zeigte sich auch ein leichtes abperlen von Wasser. Von Wasserabweisend zu sprechen wäre aber übertrieben.

Dieser Effekt war auch nach zwei Wäschen noch erkennbar.

Die Taschen sind durchdacht angebracht. die Ausführung der vorderen Taschen als tiefe Stecktaschen, recht eng anliegend, ist praktisch. Es fällt nicht so schnell etwas auf der Tasche. Auch die kleineren Stecktaschen vorn sind Praktisch. Hier lässt sich sehr gut ein Klappmesser unterbringen, von der Größe passt aber auch mehr rein, wie auf dem Foto zu sehen.

Bei den Cargotaschen ist die Anordnung so, das man auch bei vollenTaschen nicht auf dem Inhalt sitzt.

Gut gemacht sind auch die recht großen Gesäßtaschen, die mit Klett verschlossen werden.

Einzig die kleinen Tasche am rechten Unterschenkel finde ich nicht wirklich praktikabel. ich habe da nicht gern was rum schlackern, aber das ist sicher Geschmacksache. Auf dieser Tasche befinden sich noch Schlaufen. Dort lassen sich z.B. Knicklichter unterbringen.

Die Verarbeitung wirkt robust und es waren keine losen Fadenenden vorhanden bei der Hose im Neuzustand. Bisher hat sich auch noch nichts gelöst. 

Die Möglichkeit Knieschoner einzuschieben habe ich noch nicht genutzt. Diese würden von unten in den doppelten beriech über dem Knie eingeschoben werden.

Da meine Hose im Muster Camogrom ist, möchte ich auch dazu noch ein paar Worte sagen. Camogrom ist eine Abwandlung des bekannten Multicam von Crye. Die Ähnlichkeit ist auch nicht zu übersehen. Beim direkten Vergleich sind Unterschiede feststellbar, auf den schnellen Blick sieht es nur der Kenner. Im Camogrom Muster von Helikon ist der Schriftzug „CAMOGROM“ eingearbeitet.

Die Farbechtheit ist nicht schlecht. Beim Waschen bleicht die Hose zuerst ein wenig nach. Aber nicht so stak das man von einem auswaschen, oder ausfärben sprechen könnte. Wie das nach 20 oder 30 Waschgängen aussieht muss sich noch zeigen.

Ich habe die Hose bei Outdooraktivitäten und beim Fahrradfahren getragen, bei Sonne und Regen. Das hat sie sehr gut mitgemacht und ich denke das sie auch eine Weile durchhalten wird.

Verglichen mit anderen Hosen dieses Stiels schneidet sie nicht schlecht ab. Natürlich gibt es besser verarbeitete Hosen, aber auch zu einem deutlich höheren Preis. Im direkten Vergleich schneidet eine 5.11 Hose bei der Verarbeitung besser ab. Allerdings hat die auch eine andere Zielgruppe.

Die Helikon SFU ist zwischen 30 und 40€ zu bekommen. Was für eine Hose dieser Art und Qualität ein guter Preis ist. 

Von mir gibt es eine Kaufempfehlung. Wer eine günsige Hose in einem Multicam Muster sucht, der kann bei der Camogrom SFU zuschlagen. Aber auch wer eine einfarbige, robuste Outdoorhose sucht ist mit der SFU gut bedient.
Die Verarbeitung ist auf jeden Fall besser als bei den meisten Chinakopien solcher Hosen.

review by baron

Palladium „Pataugas“ French Canvas Boots (Military Version)

Da ich immer wieder auf diese Stiefel angesprochen werde, dachte ich mir das ein Review mit ein wenig allgemeiner Aufklärung dazu wohl nicht ganz verkehrt sein könnte.

Ich persönlich glaube das man diese  Stiefel oder „Boots“ hierzulande sehr unterschätzt, was wohl auf die mangelnde Bekanntheit zurückzuführen ist. Aber dazu später mehr.

Zunächst ein wenig zum Hintergrund

DER NAME:

Diese Art Stiefel findet man in diversen Variationen sowie unter verschiedensten Bezeichnungen/Schreibweisen und Namen. Im engl. oft einfach nur  „FRENCH CANVAS BOOTS“, genannt, findet man ihn sonst auch unter „RANGERS TOILE“, „PALLADIUMS“ (bei Palladium heißt der Boot PAMPA) und „COMMANDO BOOT“ bis hin zu dem im französischen wohl geläufigsten Namen „PATAUGAS“.

Betrachtet man sich die Historie des Stiefels ist dies auch nicht so ganz verwunderlich. Das Design existiert in seiner Grundform immerhin schon seit 1950 und wurde im Laufe der Jahre von diversen Herstellern, sowohl im zivilen als auch militärischen Bereich, verwendet und kopiert.

Dabei bedeutet „PATAUGAS“ im französischen lediglich soviel wie „Bergstiefel“. Vermutlich ist die umgangsprachliche Bezeichnung vom Schuhhersteller gleichen Namens abzuleiten, denn die Firma PATAUGAS gilt als der Erfinder und ist zusammen mit PALLADIUM und WISSART wohl der bekannteste Hersteller.

HISTORIE:

Das „Neue“ an diesem Design, war damals, dass eine robuste Gummisohle direkt mit dem Oberschuh verschmolzen wurde. Dies sollte den Schuh besonders robust machen.  In der Tat wurden die leichten und robusten Pataugas bei Wanderern und andern frühen „Outdoor“ Enthusiasten schnell sehr beliebt. In den 50er Jahren wurde er zunächst von der französischen Fremdenlegion und später auch der restlichen Armee verwendet.  Pataugas fanden im Indochina- und Algerienkrieg sowie den Dschungeln der franz. Kolonien in Übersee Einsatz und sind auch heute noch Ausrüstungbestandteil der französischen Armee.

PERSÖNLICHE ERFAHRUNG:
Mir begegnete dieser Boot erstmalig in den 80er Jahren. Damals erlebten die Leinenboots aus Frankreich eine kleine Renaissance. Ich hatte damals zwar noch keine Ahnung von Historie und Hintergrund, stellte jedoch schnell fest dass diese ( ich hatte „No Name“) Boots besonders an heissen Tagen extrem angenehm zu tragen und auch stabil genug für Outdooraktivitäten waren. Also doch mehr als nur ein „Fashion-Ding“ ?!
Dieses erste Paar war dann fast 8 Jahre lang immer wieder im Gebrauch, bis es dann aus Materialermüdung eines Tages die „Segel strich“. Damals, noch zu internetlosen Zeiten, konnte ich leider keinen Ersatz  finden und wusste auch gar nicht so wirklich wo und wie ich suchen sollte, bzw. ob es solche Boots überhaupt noch gab.

So gingen Jahre ins Land, mit Dutzenden von anderen Treckingschuhen und Stiefeln, aber immer wieder erinnerte ich mich vor allem in heissen Sommern oder in den Tropen an die Leinenboots von „Damals“. 😉
Mehr durch Zufall stieß ich dann 1999 in Frankreich (wen wundert´s) auf ein Paar PALLADIUMS. Nun hatte ich endlich einen Markennamen und wurde neugierig was dahinter steckte. Erst jetzt erschloss sich mir, das „meine Boots“ die Kopie eines auch im Militär verwendeten Schuhs für heisse und tropische Klimate gewesen sind. Auch die israelische Armee verwendete diesen Schuh.  Man kann daher auch heute noch Pataugas als „Commando Boots“ aus israelischer Herstellung bekommen.
Seit dieser Zeit habe ich nun einige Modelle besessen und „erprobt“. Sowohl für den beruflich/privaten Gebrauch als auch für Outdoor und Airsoft. Einige habe ich nun wieder seit 8 Jahren im Gebrauch ohne wirklich nennenswerte Abnutzungserscheinungen. Was ich schon erstaunlich finde
Für Urlaube oder berufliche Reisen in den Süden bzw. immer wenn´s heiss wird, ist seitdem mindestens immer ein Paar mit dabei und ich wollte sie auch nicht mehr missen.
Zivile und Armee Variante im Vergleich
Besonders die letze mir bekannte Armee Variante, die ich hier näher Vorstellen und Vergleichen möchte, habe ich dabei in den letzten Jahren schon einigen Stress- und Härtetests unterzogen.


FAKTEN:
Bei der mir bekannten Militärversion (Hersteller: PHOENIX PALLADIUM) handelt es sich um einen 8 Loch High Boot. Damit ist er höher als die älteren (6 Loch) Versionen, stabilisiert somit aber auch besser. Beim Aussenmaterial handelt es sich um robustes imprägniertes Leinen mit Inneseitiger Beschichtung. Die Fersen sind zur besseren Stablisierung doppelt genäht. Die in einem Stück gefertigte, mit dem Leinen verschweißte Sohle besteht aus hochwiderstandsfähigem Gummi und ist mit dem groben jedoch effektiven, klassischen „Palladium“-Profil versehen (Siehe Bild).

 
Palladium PROFIL

Andere Hersteller können u. Umständen auch andere Profile verwenden.
AIGLE PROFIL

Im Normalfall haben „Pataugas“ eine leichte Innensohle aus einem sehr groben Leinen/Bast-Material. Diese ist herausnehmbar und kann durch jede andere handelsübliche Innensohle ersetzt werden. In den 50er/60er Jahren dienten große gummierte Logos auf Höhe der Knöchel gleichzeitig als Schutz für die Knöchel. Bei meiner Variante sind diese zwar nicht zu finden, mit der 2010er  Kollektion von Palladium tauchen diese aber bei den Zivil-Modellen wieder auf.

Die Militärversion macht vom Obermaterial augenscheinlich einen etwas robusteren und steiferen Eindruck als die aktuellen „zivilen“ Verwandten, ist aber auch ein wenig unsauberer verarbeitet, was sich jedoch bisher nicht negativ bemerkbar machte.
Insgesamt ist der Stiefel trotz der reinen Verwendung von Leinen als Obermaterial, erstaunlich stabil. Andere vergleichbare Konzepte z.B. der schwerere US Jungle Boot von ALTAMA (siehe Bildvergleich) verwenden hier viel Leder. Gerade diese Materialwahl macht aber, aufgrund der besonders guten Ventilations-Eigenschaften bei insgesamt geringem Gewicht, den hohen Tragekompfort der Pataugas aus.

Der Stiefel selbst ist sehr angenehm und bequem zu tragen, auch auf langen Strecken und bei hohen Temperaturen. Selbst bei schwierigen Strecken im Gebirge machte er bisher immer eine ausgesprochen gute Figur. Ich habe ihn auf mehreren Bergtouren, bei sengender Hitze, harten Geröllstrecken und scharfkantigem Gestein (u.a. eine Besteigung des Olymp bei über 40° Grad Aussentemperatur) eingesetzt. Auch Airsoftspiele in felsigen Regionen Griechenlands aber auch in Deutschland hat er immer mit Bravour bestanden. Zumindest die Armeevariante übersteht auch einen Regenschauer problemlos.

Ich denke das ich auf eine recht gute Auswahl entsprechender Vergleichsmöglichkeiten  zurückgreifen kann, entscheide mich aber im Sommer (je wärmer es wird) meistens wieder für den „Pataugas“. Für heisse und trockene Klimate ist der Pataugas meiner Ansicht nach ideal.
SAWTOOTH,ALTAMA,DESERT FOX, PATAUGAS

PREISE:

Hinzu kommt das die Stiefel recht günstig zu bekommen sind. Meine habe ich für 20,-EUR auf  Ebay.fr erstanden. Die zivile, 6 Loch Variante gibt es für ca. 50,- EUR

TIPP:

Wie bei vielen Stiefeln empfiehlt sich beim Pataugas unbedingt, immer eine Nummer Größer zu kaufen als die eigene normale Schuhgröße. Das gilt sowohl für die Armeeversion wie für die zivilen Varianten.

KOPIEN:

In den letzen Jahren sieht man in diversen Army-Shops immer wieder Kopien des Pataugas in olive mit schwarzer Sohle. Oft wird er dort als Kommando Boot bezeichnet. Diese asiatischen Kopien sind wirklich nicht mit Originalen zu vergleichen. Der Gummi ist wesentlich härter und nicht so flexibel, das Obermaterial dünner und starrer als bei allen Varianten die ich bisher kennengelernt habe. Ich würde daher jedem empfehlen die  ca. 20,- € mehr in ein Original zu investieren.

By Hornblower 2011

(Nachtrag 31.8.11)
PALLDIUM GOES HOLLYWOOD
In „I´M LEGEND“ trägt übrigens auch Will Smith ein Paar Palladiums 😉
I´m Legend

5.11 Taclite Pro Shirt

Wir beginnen heute mit einem Ausrüstungsteil aus meinem Kleiderschrank.

Dem 5.11 Tactilite Pro Long Sleeve Shirt

Lieferumfang

Zunächst ein paar Daten
Material: 65% Polyester, 35% Baumwolle (Ripstop) mit Teflon Beschichtung. Netzeinsätze aus 93% Polyester 7% Nylon
Farbe: verschiedene Farben verfügbar (black, dark Navy, TDU Green, TDU Khaki, charcoal, coyote brown, tundra)
Gewicht: ca. 115g (Größe L)
5.11 Bezeichnung: Style 72175

Das Hemd entspricht vom Schnitt dem klassischen 5.11 Tactical Shirt. Zum Vergleich hier ein Foto von beiden.

Vergleich Taclite Pro und normales Tactical Shirt

Das Tactical Shirt in diesem Fall in der Kurzarm Version. Der Hauptunterschied liegt im Material, das Tactical Shirt ist aus 100% Baumwolle.

Nun kommen wir zu den speziellen und weniger speziellen Features die das 5.11 Hemd bietet.
Die Brusttaschen werden per Klettverschluss verschlossen, dahinter befinden sich verdeckte Innentaschen auf beiden Seiten. Diese sind recht geräumig und werden auch per Klettverschuss verschlossen.
Auf dem linken Oberarm befindet sich eine Stifttasche. Die Ellenbogen sind doppelt verstärkt ausgeführt. An den Ärmel befinden sich Laschen, mit denen man die hochgekrempelten Ärmel oben halten kann.
Der Kragen verfügt über verdecke Button Down Knöpfe und am Rücken ist über einen großen, innenliegenden Netzeinsatz für Belüftung gesorgt.

Verdeckte Tasche hinter der Brusttasche

Brusttasche

Ärmel hochgekrempekt


Mein persönlicher Eindruck von dem Hemd ist sehr gut. Ich nutze diese Hemden in verschieden Ausführungen schon seit über einem Jahr und trage sie sehr gerne.

Die Verarbeitungsqualität passt und sie sind auf jeden Fall funktionell. Ich nutze die Hemden sowohl bei Outdooraktivitäten, als auch teilweise einfach zum täglichen Gebrauch.

Der Schnitt ist weit und locker, aber trotzdem sind die Größenangaben verlässlich. Wenn man L trägt kann man auch bei L zugreifen.
Durch den lockeren Schnitt hat man ausreichend Bewegungsfreiheit.

Da ich zu den Menschen gehöre die irgendwie immer viel Kram mit sich herumschleppen, kommen mir die großen Taschen sehr gelegen. Sowohl die Brusttaschen sind geräumig, als auch die verdeckten Dokumententaschen. Diese sind auf jeden Fall ein nettes Feature. Dort verstauter Kleinkram (Ausweise, Karte, Notizblock etc.) trägt nicht auf und ist damit auch im Alltagsgebrauch „verdeckt“.
Da die Hemden etwas länger geschnitten sind rutschen sich auch bei Aktivität nicht aus der Hose. Außerdem lassen sie sich auch im Sommer sehr gut offen Tragen und machen auch dabei eine gute Figur.

Vor allem beim Taclite Pro Shirt ist das recht geringe Gewicht erwähnenswert. Das Ripstop-Material trägt sich angenehm und ist dabei luftig. Das wird natürlich durch den Schnitt und die Lüftungsschlitze am Rücken noch unterstützt.

Die Teflonbeschichtung musste sich bei mir noch nicht extrem bewähren, aber ein Versuch mit Wasser hat gezeigt das es auf jeden Fall eine Abweisende Wirkung hat.

Auch nach mehrmaligem Waschen verlieren die Hemden nicht ihre Form oder färben aus. Ich würde sie daher mal als pflegeleicht bezeichnen.

Im direkten Vergleich mit dem klassischen 5.11 Tactical Shirt trägt sich das Taclite Pro etwas angenehmer im Sommer. Das Material ist leichter und es knittert nicht so sehr beim Waschen. Andererseits hat natürlich auch ein Hemd aus 100% Baumwolle mit den gleichen Features seine Vorteile. Ich werde daher weiterhin beide Versionen im Gebrauch haben.

Ich kann das Hemd auf jeden Fall als Outdoor Hemd und Freizeithemd empfehlen. Beim Airsoft lässt es sich beispielsweise sicherlich gut in ein PMC Outfit einbinden.

Interessant ist das zum Lieferumfang neben dem Hemd auch noch ein Badge-Holder und zwei Schulterstücke gehören. Jeweils zum selbst annähen bei Bedarf und mit entsprechender Anleitung beigepackt.


Bezugsquellen gibt es reichlich, auch in Deutschland. Neben dem 5.11 Online Store wo es für 59,95€ nicht grade ein Schnäppchen ist, wären da noch Recon Company, Enforcer und etliche andere Online Shops.
Auch hier empfehle ich wieder den Blick über den großen Teich, wo man die Hemden wie so viele um einiges günstiger erstehen kann.

(by baron)